Der Weg aus der Krise? Joe Biden plant teures Corona-Konjunkturpaket

Deutschland/Welt - Nach wie vor wütet das Coronavirus in den Vereinigten Staaten von Amerika. Nun plant der künftige US-Präsident Joe Biden (78) ein billionenschweres Konjunkturpaket.

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Update, 15. Januar, 0.21 Uhr: Biden will 1,9 Billionen schweres weiteres Corona-Konjunkturpaket

Zur Bekämpfung der Corona-Krise will der künftige US-Präsident Joe Biden ein weiteres billionenschweres Konjunkturpaket auf den Weg bringen.

Bidens Team kündigte am Donnerstagabend (Ortszeit) an, angestrebt werde ein Hilfspaket im Umfang von 1,9 Billionen Dollar (rund 1,6 Billionen Euro). Vorgesehen seien darin den Plänen nach unter anderem finanzielle Direktzahlungen an Bürger in Höhe von 1400 Dollar (rund 1150 Euro) pro Kopf.

Joe Biden (78), designierter Präsident der USA, spricht über die Coronavirus-Pandemie während einer Veranstaltung im Queen-Theater.
Joe Biden (78), designierter Präsident der USA, spricht über die Coronavirus-Pandemie während einer Veranstaltung im Queen-Theater.  © Matt Slocum/AP/dpa

Update, 14. Januar, 22.42 Uhr: Kretschmer rechnet mit Beratungen zu Corona-Lockdown nächste Woche

Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer erwartet, dass die Ministerpräsidenten der Länder mit der Bundesregierung kommende Woche über mögliche Verschärfungen des Corona-Lockdowns beraten werden.

"Wir werden sicher nächste Woche mit den Ministerpräsidenten und der Bundesregierung darüber sprechen, was wir insgesamt in Deutschland noch tun können. Kindergärten komplett runterfahren, Schulen abschließen, wirklich Betretungsverbote in den Pflegeheimen, wenn kein negativer Schnelltest vorliegt - solche Dinge müssen wir besprechen", sagte der CDU-Politiker am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung "maybrit illner".

Auch ein Blick auf den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) sei angesagt. "Der ÖPNV, da dürfen nicht so viele Leute mitfahren. Das ist aus meiner Sicht jetzt auch Gebot der Stunde."

Michael Kretschmer (45, CDU), Ministerpräsident von Sachsen, spricht während eines Interviews zu Journalisten.
Michael Kretschmer (45, CDU), Ministerpräsident von Sachsen, spricht während eines Interviews zu Journalisten.  © Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 14. Januar, 22.28 Uhr: Corona-Infektionszahlen werden zum Handeln zwingen

Die CDU-Spitze sieht angesichts der Lage in der Corona-Pandemie dringenden Handlungsbedarf.

Die Parteigremien hätten mit großer Sorgen die Entwicklung der Infektionszahlen, aber auch der Todeszahlen zur Kenntnis genommen, sagte Ziemiak am Donnerstagabend nach Online-Sitzungen der CDU-Spitzengremien zur Vorbereitung des Parteitags zur Wahl eines neuen Parteichefs am Freitag und Samstag.

Dies werde in den kommenden Tagen und Wochen zum Handeln zwingen. Man werde über notwendige Maßnahmen zu sprechen haben.

Es seien aber in den CDU-Spitzengremien keine Beschlüsse getroffen worden.

Paul Ziemiak (35), CDU-Generalsekretär, nimmt seine Maske nach einer Pressekonferenz vor dem digitalen Bundesparteitag der CDU.
Paul Ziemiak (35), CDU-Generalsekretär, nimmt seine Maske nach einer Pressekonferenz vor dem digitalen Bundesparteitag der CDU.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 14. Januar, 22.10 Uhr: Handball-WM: Noch mehr Corona-Fälle bei deutschem Gegner Kap Verde

Beim deutschen WM-Vorrundengegner Kap Verde sind nach der Ankunft in Ägypten erneut Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Vier Akteure hatten einen positiven Test, wie der Weltverband IHF am Donnerstagabend mitteilte. Zuvor waren die Afrikaner trotz mehrerer Corona-Fälle zur Weltmeisterschaft gereist, die Mannschaft zog jedoch auch auf Drängen der deutschen Delegation zunächst nicht ins allgemeine Teamhotel in Gizeh.

Ob die positiven Tests Auswirkungen auf die WM-Teilnahme von Kap Verde oder auf das für Sonntag geplante Spiel gegen Deutschland haben, war zunächst unklar.

Kairo: Das Signet der Handball WM in Ägypten ist in der "Hassan Moustafa Sport Halle" an der Tribüne angebracht. Die deutsche Handball-Nationalmannschaft absolvierte ihre erste Trainingseinheit bei der Handball Weltmeisterschaft in dieser Halle.
Kairo: Das Signet der Handball WM in Ägypten ist in der "Hassan Moustafa Sport Halle" an der Tribüne angebracht. Die deutsche Handball-Nationalmannschaft absolvierte ihre erste Trainingseinheit bei der Handball Weltmeisterschaft in dieser Halle.  © Sascha Klahn/dpa

Update, 14. Januar, 20.06 Uhr: ÖPNV soll laut Merkel nicht eingestellt werden!

Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) will schon kommende Woche und nicht erst wie geplant am 25. Januar mit den Ministerpräsidenten der Länder über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten.

Das machte Merkel am Donnerstagabend in der Online-Sitzung des CDU-Präsidiums zur Vorbereitung des Wahlparteitags der CDU am Freitag und Samstag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur von mehreren Teilnehmern deutlich. Es gebe derzeit keinen Spielraum für Öffnungen. Einen Termin für die nächste Runde mit den Regierungschefs der Länder nannte Merkel demnach nicht.

Die in Großbritannien aufgetauchte Variante des Coronavirus verbreite sich viel schneller als die ursprüngliche Form, Wissenschaftler seien in großer Sorge, sagte Merkel demnach weiter. Einen Bericht der Bild-Zeitung, wonach im Kanzleramt über die Einstellung des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs nachgedacht werde, wies sie nach Angaben mehrerer Teilnehmer zurück.

Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU).
Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU).  © Michael Kappeler/dpa

Update, 14. Januar, 19.12 Uhr: Frankreich zieht nächtliche Ausgangssperre landesweit auf 18 Uhr vor

Im Kampf gegen das Coronavirus will Frankreich die abendliche und nächtliche Ausgangssperre auf dem gesamten Festland um zwei Stunden auf 18 Uhr vorziehen.

Die Regelung solle ab Samstag für mindestens 15 Tage gelten, kündigte Premierminister Jean Castex am Donnerstagabend in Paris an. "Es ist nicht möglich, das Haus aus persönlichen Gründen zu verlassen", sagte Castex. Auch Geschäfte sollen demnach ab 18 Uhr schließen.

Jean Castex, Premierminister von Frankreich.
Jean Castex, Premierminister von Frankreich.  © Charles Platiau/AP/dpa

Update, 14. Januar, 18.58 Uhr: Landtagswahl in Thüringen wegen Corona-Pandemie verschoben

Angesichts hoher Corona-Infektionszahlen haben sich Linke, SPD, Grüne und die CDU auf eine Verschiebung der ursprünglich für den 25. April geplanten Neuwahl des Thüringer Landtages verständigt.

Sie soll jetzt zusammen mit der Bundestagswahl am 26. September organisiert werden, teilten die Spitzenpolitiker der vier Parteien am Donnerstag in Erfurt mit.

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Bodo Ramelow (64, Linke), Thüringens Ministerpräsident.
Bodo Ramelow (64, Linke), Thüringens Ministerpräsident.  © Michael Reichel/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 14. Januar, 18.52 Uhr: Virusmutation in Brasilien: London stoppt Reiseverkehr aus Südamerika

Wegen einer zuerst in Brasilien nachgewiesenen Coronavirus-Mutation verhängt die britische Regierung ein Einreiseverbot für Ankömmlinge aus Südamerika und Portugal.

Das teilte der britische Verkehrsminister Grant Shapps am Donnerstagabend mit. Die neue Regelung soll bereits am frühen Freitagmorgen in Kraft treten. Ausgenommen seien britische Staatsangehörige, irische Staatsbürger und Menschen mit Aufenthaltsrecht in Großbritannien. Portugal falle wegen seiner engen Beziehungen zu Brasilien ebenfalls unter die Maßnahme.

Premierminister Boris Johnson (56) hatte sich am Mittwoch in einem Parlamentsausschuss besorgt über die neue Virusvariante gezeigt, die Ähnlichkeiten zu der in Südafrika auftretenden Mutation haben soll.

Beide sollen sich sehr rasch in Gegenden ausbreiten, die von der bisher vorherrschenden Variante bereits stark betroffen waren. Experten wollen nun untersuchen, ob die Immunität von Menschen, die bereits eine Corona-Infektion überstanden haben, durch die neuen Mutationen beeinträchtigt wird.

Macht sich Sorgen: Premierminister Boris Johnson (56).
Macht sich Sorgen: Premierminister Boris Johnson (56).  © Tolga Akmen/PA Wire/dpa

Update, 14. Januar, 18.48 Uhr: Bundespräsident Steinmeier kämpft für mehr Homeoffice

Angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen will Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (65) zusammen mit Arbeitgebern und Gewerkschaften zum häufigeren Arbeiten von zu Hause aus aufrufen.

Einen gemeinsamen Appell zur stärkeren Nutzung des Homeoffices in Zeiten der Pandemie will das Staatsoberhaupt mit DGB-Chef Reiner Hoffmann und Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger an diesem Freitag vorstellen, wie das Bundespräsidialamt am Donnerstag mitteilte.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (65).
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (65).  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 14. Januar, 18.37 Uhr: Aktuelle Fallzahlen in Deutschland

In der folgenden Grafik sind die aktuellen Inzidenz-Werte der einzelnen Bundesländer Deutschlands zu sehen.

Die Zahlen stammen vom Robert Koch-Institut und sind auf dem Stand vom 14. Januar, null Uhr. Einzelne Bundesländer können deshalb inzwischen schon wieder abweichende Werte melden. Die RKI-Zahlen sind aber letztlich entscheidend, wenn es um Corona-Beschränkungen und -Regeln geht.

Besonders in den neuen Bundesländern sind die Fallzahlen noch zu hoch.
Besonders in den neuen Bundesländern sind die Fallzahlen noch zu hoch.  © TAG24

Update, 14. Januar, 17.50 Uhr: Längere Antragsfristen für Corona-Hilfen des Bundes

Unternehmen können Anträge auf Corona-Hilfszahlungen des Bundes nun länger stellen als bislang geplant.

Wie das Bundeswirtschaftsministerium am Donnerstag mitteilte, wurde die Antragsfrist für die November- und die Dezemberhilfe bis 30. April verlängert. Bislang galt der 31. Januar für die Novemberhilfe als Enddatum, für die Dezemberhilfe war es der 31. März.

Die Überbrückungshilfe II für den Zeitraum September bis Dezember 2020 kann nun bis 31. März beantragt werden - bisher lief die Antragsfrist bis 31. Januar.

Titelfoto: Matt Slocum/AP/dpa

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