"Deutlich ansteckender": Erstmals Südafrikanische Corona-Mutation in Sachsen!

Leipzig - Nun hat sie auch Sachsen erreicht: Am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) ist am gestrigen Mittwoch erstmals die südafrikanische Mutation des Coronavirus nachgewiesen worden.

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (62, SPD) ruft zur Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln auf.
Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (62, SPD) ruft zur Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln auf.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Die Mutation sei bei einer Person entdeckt worden, die ambulant in Behandlung an der Uniklinik gewesen sei, teilte das UKL mit. Nun müsse ermittelt werden, ob sich Kontaktpersonen ebenfalls infiziert haben.

Demnach handle es sich um den ersten Nachweis der Virusvariante in ganz Sachsen.

"Daten aus anderen Ländern weisen darauf hin, dass diese Virusvariante ansteckender und damit letztendlich leider für die Bevölkerung auch gefährlicher ist, weil sich mehr Menschen infizieren und erkranken", so Corinna Pietsch, kommissarische Leiterin der Virologie am UKL.

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Zudem gebe es laut Pietsch erste Hinweise, "dass die Wirksamkeit der Impfstoffe beeinträchtigt sein könnte".

Auch Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (62, SPD) bezeichnet die Mutation als "deutlich ansteckender" und appelliert unterdessen: "Es kommt jetzt mehr denn je auf jeden Einzelnen an, sich selbst und andere Menschen zu schützen und die Verbreitung des Virus weiter einzudämmen."

Update, 14.20 Uhr: Südafrikanische Corona-Mutation auch bei Person aus Halle vermutet

Der an der südafrikanischen Variante des Coronavirus erkrankte Mensch aus Leipzig soll auch mit einer Person aus Halle Kontakt gehabt haben.

Diese Person sei inzwischen auch positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden, teilte Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (63, parteilos) am Donnerstag mit.

"Diese Kontaktperson und der im Haushalt lebende Partner wird heute noch einmal abgestrichen." Die Probe wird dann zur genaueren Bestimmung sequenziert.

Das Ergebnis soll am Freitag veröffentlicht werden.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

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