Deutsche Frau besucht Freund im Ausland, nun darf sie nicht mehr weg!

Lackenhäuser/Rohrbach (Österreich) - Eine Bayerin wollte eigentlich nur ein paar Tage zu ihrem Freund nach Österreich reisen. Doch nun darf sie das Land nicht mehr verlassen.

Die Grenze zwischen Deutschland und Österreich wird mit Bauzäunen und Planen gesichert. (Symbolbild)
Die Grenze zwischen Deutschland und Österreich wird mit Bauzäunen und Planen gesichert. (Symbolbild)  © dpa/Peter Kneffel

Eine 30-jährige Deutsche fuhr mit ihrem Auto bis zu dem Grenzort Lackenhäuser und lief danach scheinbar durch den Böhmerwald nach Österreich.

Als sie im Nachbarland ankam, wartete dort vermutlich schon ihr Freund (41), der in Rohrbach lebt. So berichtete es der österreichische Fernsehsender ORF.

Doch der geheime Plan hatte eine Schwachstelle: Weil das Auto der Bayerin so lange unbewegt in dem Dorf stand, wurden Polizisten darauf aufmerksam.

Die Gesetzeshüter fahndeten anschließend nach der Frau.

Polizei in Oberösterreich kooperierte mit deutschen Ermittlern

Polizisten mit Mundschutz sind in Österreich auf Streife. (Symbolbild)
Polizisten mit Mundschutz sind in Österreich auf Streife. (Symbolbild)  © dpa/Roland Schlager/APA

Da die deutsche Polizei die Frau nicht fand, informierten sie ihre Kollegen auf der anderen Seite der Grenze.

Irgendwie gelang es den Beamten, ihren Freund zu ermitteln. Wie die Verbindung zwischen den beiden Verliebten genau hergestellt werden konnte, ist nicht bekannt.

Nur fünf Tage nach der Grenzüberschreitung klingelte die Polizei dann bei dem 41-Jährigen an der Tür. Auch die Frau wurde in seiner Wohnung angetroffen.

Coronavirus im Norden: Keine Testpflicht mehr für Touristen nach Einreise
Coronavirus Coronavirus im Norden: Keine Testpflicht mehr für Touristen nach Einreise

Aufgrund der Quarantäne-Bestimmungen in unserem Nachbarland muss die 30-Jährige nun ganze zwei Wochen bei ihrem Angebeteten bleiben.

Ob die Frau nach den zwei Wochen wieder nach Deutschland darf, kann noch nicht gesagt werden.

Sie bekommt weiterhin zwei Anzeigen aufgrund des Verdachts der Übertretung des Grenzkontrollgesetzes und des Epidemiegesetzes.

Titelfoto: dpa/Peter Kneffel, dpa/Roland Schlager/APA

Mehr zum Thema Coronavirus: