Warnung vor falschen Versprechen: Das hilft nicht gegen Corona

Deutschland - "Es gibt bestimmte Pflanzen, Getränke und Vitamine, die du zu dir nehmen kannst, um jeden viralen und bakteriellen Eindringling abzuwehren, einschließlich des neuartigen Coronavirus." Dieses Werbeversprechen hört sich besonders im Bezug auf die aktuelle Lage äußerst vielversprechend an.

Nahrungsergänzungsmittel können für den Körper zwar durchaus positiv sein. Gegen Corona helfen sie allerdings bisher laut den Experten nicht. (Symbolbild)
Nahrungsergänzungsmittel können für den Körper zwar durchaus positiv sein. Gegen Corona helfen sie allerdings bisher laut den Experten nicht. (Symbolbild)  © 123rf / dolgachov

Laut der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen werden solche Aussagen zurzeit sehr häufig getätigt, wenn es um den Verkauf von Nahrungsergänzungsmitteln geht. 

Angeblich sollen bestimmte Stoffe vor dem Coronavirus schützen beziehungsweise das Virus gar komplett heilen können. 

Die Verbraucherzentrale weist ausdrücklich darauf hin, dass Nahrungsergänzungsmittel durchaus dafür gut sind, dem Körper zusätzliche Vitamine, Mineralstoffe und andere Stoffe zuzuführen und somit das Immunsystem zu stärken. Es gibt jedoch keinen Beleg dafür, dass sich die Inhaltsstoffe irgendwie positiv auf das Coronavirus auswirken. 

Auf der Website heißt es: "In den letzten Tagen erreichten uns zahlreiche Verbraucherbeschwerden zu angstmachenden Posts bei Facebook oder via WhatsApp, in denen gezielt Nahrungsergänzungsmittel als Schutz vor einer Corona-Infektion angepriesen werden.

Häufig werden dabei Aussagen von Virologen, des Robert-Koch-Instituts oder der WHO aus dem Zusammenhang gerissen oder auch mit (angeblichen) Bildern aus italienischen Krankenhäusern und weltweiten Fallzahlen insbesondere von Toten 'belegt"'.

Die angebotenen Produkte seien zusätzlich meist noch völlig überteuert. 

Auch die Experten von "Ökotest" raten deshalb: "Fragen Sie im Zweifel beim Arzt oder in der Apotheke nach, wenn Sie sich bei Inhaltsstoffen oder Wirkungen unsicher sind. Auch ein Blick auf die offiziellen Internetseiten von Behörden, Gemeinden oder Städten und Ärzteschaften lohnt sich. Dort finden Sie verlässliche Informationen."

Titelfoto: 123rf / dolgachov

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