Die Mehrheit der Deutschen befürchtet: Corona ist noch lange nicht vorbei

Düsseldorf/Berlin - In der Corona-Krise erwartet eine Mehrheit der Bundesbürger laut einer Umfrage auch im nächsten Jahr kein echtes Abflauen der Infektionszahlen.

1000 Menschen wurden vom 11. bis 18. September vom Markforschungsinstitut "Heute und Morgen" befragt. (Symbolbild)
1000 Menschen wurden vom 11. bis 18. September vom Markforschungsinstitut "Heute und Morgen" befragt. (Symbolbild)  © Mehdi Fedouach/AFP/dpa

Dass sie Sorge vor einer weiteren Corona-Welle 2021 haben, bejahen 60 Prozent "voll" oder "eher", wie die Umfrage im Auftrag der Ergo-Versicherung ergab. "Gar nicht" oder "eher nicht" stimmen dem 18 Prozent zu. 

Am stärksten verbreitet ist diese Sorge demnach unter 18- bis 30-Jährigen mit 70 Prozent, am geringsten bei Menschen zwischen 31 und 40 Jahren mit 54 Prozent.

Sich selbst als Teil einer Risikogruppe sehen laut der Umfrage insgesamt 41 Prozent der Befragten. Am wenigsten sind es unter jüngeren Leuten bis 30 Jahre mit 11 Prozent, am meisten bei den über 60-Jährigen mit 75 Prozent. 

Verhaltensregeln zum Infektionsschutz stoßen weiter auf sehr hohe Akzeptanz - insgesamt 91 Prozent halten sich demnach nach eigenem Bekunden daran. 

Für die Online-Umfrage wurden den Angaben zufolge vom 11. bis 18. September 1000 Menschen ab 18 Jahren vom Marktforschungsinstitut "Heute und Morgen" befragt.

Größte Angst mit Blick auf die Corona-Krise ist demnach, selbst zu erkranken mit 23 Prozent. Aber auch eine Spaltung der Gesellschaft nennen 20 Prozent, eine Erkrankung von Angehörigen 18 Prozent. Am meisten Angst vor dem Verlust des eigenen Arbeitsplatzes haben demnach 5 Prozent. 

Als größte Hoffnungen in Zusammenhang mit der Corona-Krise nennen 28 Prozent positive Auswirkungen auf die Umwelt wie eine bessere Luftqualität und 20 Prozent die Entwicklung digitaler Lösungen wie Online-Unterricht oder Home-Office.

Die staatliche Corona-Warn-App installiert haben laut der Umfrage nach eigenen Angaben 38 Prozent der Smartphone-Besitzer. 

Unter den Nicht-Nutzern käme dies demnach für 18 Prozent in Betracht bei stark steigenden Infektionszahlen - und für 16 Prozent, wenn besser zur App informiert werden würde, etwa zu Funktionsweise oder Datenschutz.

Titelfoto: Mehdi Fedouach/AFP/dpa

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