Die neuen Corona-Regeln werden noch härter: Das erwartet uns schon bald!

Dresden/Berlin - Keine Silvesterböller, Weihnachten nur im engen Familien-Kreis, Masken auch für Schüler ab Klasse 7 - die geplanten neuen Pandemieregeln haben es noch mal in sich.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) will diesmal auch den Landtag an den neuen Regeln beteiligen.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) will diesmal auch den Landtag an den neuen Regeln beteiligen.  © Florian Gaertner/photothek.de

Doch die Lage lässt der Politik keine Wahl: Allein in Sachsen stieg die Zahl der Neuinfektionen seit Freitag um 3453, fast 60 Menschen überlebten das Wochenende nicht.

"Die erhoffte Trendwende konnte im November noch nicht erreicht werden, bislang ist lediglich ein Seitwärtstrend zu beobachten", heißt es in jener Vorlage, über die die Ministerpräsidenten am Mittwoch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) beraten.

Alle geltenden Maßnahmen werden bis 20. Dezember verlängert. Bessert sich die Lage nicht, wird immer um zwei Wochen verlängert. Vom 1. Dezember an bis zunächst zum 17. Januar sollen weitere Regeln dazukommen, darunter diese:

  • Im Kreis von Verwandten, Freunden und Bekannten dürfen maximal fünf Personen zusammenkommen. Kinder bis 14 zählen aber nicht. Vom 21. Dezember bis einschließlich 3. Januar dürfen es mehr sein. Drinnen und draußen dürfen sich dann bis zu zehn Leute treffen. Auch hier zählen Kinder bis 14 nicht mit.
Ist gegen das Böllerverbot: IHK-Boss Detlef Hamann (64).
Ist gegen das Böllerverbot: IHK-Boss Detlef Hamann (64).  © Steffen Füssel
Bald gilt der Maskenzwang im Unterricht ab Klasse 7.
Bald gilt der Maskenzwang im Unterricht ab Klasse 7.  © dpa/Matthias Balk

Reizthema Silvester

Das Weihnachtsfest in diesem Jahr wird gezwungenermaßen noch besinnlicher als bereits üblich.
Das Weihnachtsfest in diesem Jahr wird gezwungenermaßen noch besinnlicher als bereits üblich.  © imago images/Political-Moments
  • In allen Firmen ist eine Maske zu tragen. Ausnahme: der Arbeitsplatz.
  • Zu Gottesdiensten folgen noch Regelungen. Schon jetzt ist klar: "Religiöse Zusammenkünfte mit Großveranstaltungs-Charakter" fallen aus.
  • Verkauf, Kauf und das Zünden von Feuerwerk ist verboten.
  • Auch die Schüler der Klassen 7 bis 10 müssen im Unterricht Maske tragen.

Abgeschwächt werden können die Regeln auf Länderebene jederzeit. Aber nur, wenn die Zahlen stark sinken. Unterdessen gibt's gegen das Böllerverbot ersten Protest.

Die IHK Dresden spricht von "unzumutbaren Belastungen des Handels und der pyrotechnischen Industrie". Es gebe wahrscheinlich illegale Importe aus Polen und Tschechien.

Überhaupt sei angesichts der Infektionslage "nicht zu erwarten, dass Silvester größere Feiern stattfinden werden", so Hauptgeschäftsführer Detlef Hamann (64). Auch die CDU-geführten Länder, wozu Sachsen gehört, sind dem Vernehmen nach dagegen.

Beschließen will das sächsische Kabinett die neuen Regeln am Freitag. Vorher soll erstmals der Landtag einbezogen werden, zumindest auf Ausschussebene.

Titelfoto: imago images/Political-Moments/dpa/Matthias Balk

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