Diese Dresdnerinnen nähen gegen den Masken-Mangel!

Dresden - Pflegepersonal, Ärzte, Verkäuferinnen, Therapeuten, Laboranten ... - sie alle brauchen dringend Atemschutzmasken. Das hat in Dresden eine Näh-Welle der Solidarität ausgelöst.

Designerin Dorothea Michalk zeigt, wie gut ihr selbst genähter Mundschutz passt 
Designerin Dorothea Michalk zeigt, wie gut ihr selbst genähter Mundschutz passt  © Facebook/Dorothea Michalk

Erst am Sonntag gründete Romina Stawowy (37) die Facebook-Gruppe "Mundschutz für Sachsen". Über 110 Freiwillige sind binnen 24 Stunden beigetreten und jetzt rattern die Maschinen. 

Die Initiatorin hat selbst schon 56 Masken an die Uniklinik geliefert. "Hebammen hatten mich angesprochen. Ich kann in einer Stunde sieben Masken nähen." 

Ähnlich arbeitet die Facebook-Gruppe "Dresden näht - Mundschutz" von Nancy Martin. "Ich habe gerade 130 Masken für meine ganze Straße angefertigt."

Die Dresdner Designerin Dorothea Michalk (38) rüstet Supermarkt-Teams, Apotheken und Pflegepersonal aus. "Corona kennt kein Wochenende - wir auch nicht. Unsere Maschinen laufen heiß." 

Voll im Einsatz sind die Mitarbeiter der Kostümabteilung der Semperoper - vorige Woche wurde im Theater genäht, nun zu Hause. 

Dresdner nähen für Dresdner

Hanna, die Tochter von Damen-Gewandmeisterin Isabel Kulitzscher, sitz tnach den Schulaufgaben an der Nähmaschine.
Hanna, die Tochter von Damen-Gewandmeisterin Isabel Kulitzscher, sitz tnach den Schulaufgaben an der Nähmaschine.  © privat

"79 Masken habe ich in den Elblandkliniken Meißen abgegeben. Die nächsten 60 Stück gehen an ein Altenpflegeheim in Prohlis", sagt Damen-Gewandmeisterin Isabel Kulitzscher. Ihre Tochter Hanna hilft fleißig mit.

Kollegin Anke Parma-Hille ergänzt: "Wir verarbeiten Baumwollstoffe, damit die Masken wiederverwertbar sind." 

Ab sofort nähen auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Werkstätten der städtischen Theater (tjg.theater junge generation und Staatsoperette Dresden) sowie der Jugendkunstschule Schutzmasken.

Für das Fachkrankenhaus in Coswig setzt sich Peggy Kretzschmar an die Nähmaschine. "Meine Schwester Sandra kämpft da jeden verdammten Tag im Labor - und das bald ohne irgendeinen Schutz." Auch sie bittet via Facebook um Mithilfe. "Näht und gebt die Masken bei mir ab."

Eine Arbeitsanleitung hat sie gepostet.

Aktuelle, lokale Infos gibt's im +++ Coronavirus-Dresden-Liveticker +++

Aktuelle Infos aus Deutschland und der Welt gibt's im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Titelfoto: privat, Facebook/Dorothea Michalk

Mehr zum Thema Coronavirus:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0