Diese neuen Corona-Regeln sind für NRW geplant

Düsseldorf/NRW - Das nordrhein-westfälische Kabinett soll an diesem Mittwoch über die konkrete Umsetzung der neuen Bund-Länder-Beschlüsse zur Corona-Krise beraten.

Armin Laschet (59, CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, verkündete am Dienstagabend die neuen Corona-Regeln für NRW.
Armin Laschet (59, CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, verkündete am Dienstagabend die neuen Corona-Regeln für NRW.  © Marcel Kusch/dpa POOL/dpa

Nach mehrstündigen Beratungen der Länderchefs mit der Kanzlerin hatte Ministerpräsident Armin Laschet (59, CDU) aber am Dienstagabend bereits angekündigt, dass es im Bildungsbereich vorerst bei den bisherigen Regelungen bleiben solle.

Entscheidungen über Schulpolitik und Kitas sind prinzipiell Ländersache.

Im Grundsatz bedeutet der Bund-Länder-Beschluss laut Laschet, auch in NRW bis zum 14. Februar weiterhin keinen Präsenzunterricht in den Schulen anzubieten.

Gleichwohl werde die Landesregierung die Entwicklung der Corona-Infektionslage ständig beobachten und das weitere Vorgehen mit den Verbänden und Nachbarländern abstimmen. Wenn plötzlich etwas Anderes möglich wäre, werde neu entschieden.

Zurzeit könne er aber noch kein Signal der Öffnung geben. Auch für die Kitas in NRW gelte die bisherige Strategie, sie im "eingeschränkten Pandemiebetrieb" weiter offen zu halten.

Diese neue Corona-Regeln für NRW sind geplant

Auf einem Schild wird im Hauptbahnhof Essen auf die Maskenpflicht hingewiesen. Die Pflicht bleibt.
Auf einem Schild wird im Hauptbahnhof Essen auf die Maskenpflicht hingewiesen. Die Pflicht bleibt.  © Fabian Strauch/dpa

Die Länderchefs hatten sich in einer Schaltkonferenz mit der Kanzlerin darauf geeinigt, zahlreiche Einschränkungen bis zum 14. Februar zu verlängern und einige zusätzliche Regeln zum Infektionsschutz beschlossen.

  • Dazu zählt unter anderem die Pflicht, in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie Geschäften besser schützende Masken zu tragen. Das müssten keine teuren FFP2-Masken sein, sagte Laschet.

Möglich sind laut Bund-Länder-Beschluss auch OP-Masken oder KN95-Masken, die einen vergleichbaren Standard haben.

Davon seien 50 Stück im Supermarkt unter fünf Euro zu haben, sagte Laschet. Alltagsmasken aus Stoff reichen dann nicht mehr.

Laschet rechtfertigte die Verlängerung des Lockdowns bis Mitte Februar mit der Gefahr durch das mutierte Coronavirus.

"Wir dürfen die Erfolge im Kampf gegen die zweite Welle nicht leichtfertig verspielen", mahnte er. Jetzt bestehe noch die Chance, "das mutierte Virus im Keim zu ersticken".

Er ermahnte die Bürger, ihre Kontakte in der Corona-Pandemie konsequent zu beschränken.

Weiterhin sind Treffen jenseits des eigenen Haushalts nur noch mit einer weiteren Person erlaubt. Er appelliere aber an alle, "sich nicht jeden Tag eine andere Person zu suchen".

Im bundesweiten Vergleich stehe NRW gut da, bilanzierte Laschet. In NRW seien zuletzt knapp 118 Neuinfektionen gerechnet auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gemeldet worden - bundesweit 132. Niedriger sei diese Zahl in NRW zuletzt nur am 25. Oktober gewesen. Das NRW-Portal zum Thema "Corona" findest Du hier.

Titelfoto: Marcel Kusch/dpa POOL/dpa

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