Disney bezahlt die Hälfte seiner Mitarbeiter nicht mehr

Burbank - Der Konzern Disney hat unter der Corona-Krise stark zu leiden. Um den finanziellen Verlust so gut es geht abzuwenden, werden knapp die Hälfte der Mitarbeiter, rund 100.000 Angestellte weltweit, kein Geld mehr erhalten.

Walt Disney posiert mit einer Mickey-Mouse-Figur im Arm.
Walt Disney posiert mit einer Mickey-Mouse-Figur im Arm.  © Bert Reisfeld/dpa

Das weltgrößte Entertainment-Unternehmen wird laut der Financial Times mit dieser Maßnahme knapp 460 Millionen Euro im Monat einsparen.

Der Konzern besitzt Themen-Parks und Hotels weltweit. Doch diese mussten aufgrund der Corona-Krise bereits seit fünf Wochen ihre Tore schließen. Selbst für den riesigen Konzern keine leicht verkraftbare Maßnahme!

Denn obwohl der Streaming-Dienst Disney+ mit steigenden Abonnements und großen Erfolg rechnen kann, sind die Parks für Disney eine wichtige Einnahmequelle. Im vergangenen Jahr soll der Konzern allein mit diesen knapp 11,4 Milliarden Dollar verdient haben, die Hälfte seiner Einnahmen.

Die Entscheidung bringt die Angestellten dazu, sich auf die Unterstützung des Staates verlassen zu müssen. Die Bonus-Zahlungen für Angestellte von Disney werden bei weitem nicht ausreichen.

Der Konzern wird jedoch die vollen Leistungen im Gesundheitswesen für die unbezahlten Arbeiter gewährleisten. Und das haben diese auch bitter nötig.

Denn in Orlando, wo rund 70.000 Angestellte von Disney leben, bietet der Staat Florida lediglich knapp 260 Euro pro Woche als Unterstützung an, eine der niedrigsten Summen in den gesamten USA. Auch in Disneyland-Paris wird es von dem Unternehmen keine Gehaltszahlungen für rund 17.000 Angestellte geben. 

Für einige Länder, wie in Frankreich, wird der Staat genügend Unterstützung für die Angestellten aufbringen können. Doch für die Mitarbeiter in Amerika ist diese Entscheidung eine Katastrophe. 

Einige Chefs des Konzerns hatten bereits zu erheblichen Teilen auf ihren monatlichen Verdienst verzichtet, um den Unternehmen durch die Krise zu helfen. Ausreichen wird dies aber bei weitem nicht.

Titelfoto: Bert Reisfeld/dpa

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