Ende der Maskenpflicht im NRW-Unterricht: Reaktionen sind zwiegespalten

Düsseldorf – Das angekündigte Ende der Maskenpflicht im Unterricht stößt in Nordrhein-Westfalen auf Erleichterung, aber auch Bedenken.

Die Meinungen zum Ende der Maskenpflicht im Unterricht in NRW reicht von Erleichterung bis Sorge. (Symbolbild)
Die Meinungen zum Ende der Maskenpflicht im Unterricht in NRW reicht von Erleichterung bis Sorge. (Symbolbild)  © Guido Kirchner/dpa

Der Landesvorsitzende des Lehrerverbands Bildung und Erziehung, Stefan Behlau, sprach von einer zwiespältigen Entscheidung.

"Sicherlich wird die Kommunikation im Unterricht ohne Maske deutlich erleichtert, da jedoch das Abstandhalten in den Klassenräumen nicht möglich ist, geht ein wichtiger Schutz verloren."

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hält den Schritt für leichtsinnig. Landeschefin Maike Finnern vermisst Konzepte, die eine Abnahme der Maske im Unterricht rechtfertigen.

Der Verband Lehrer NRW wertete die Entscheidung als "wichtigen Schritt in Richtung Normalität". Umso mehr sei nun aber Wachsamkeit gefragt, mahnte auch die Landesvorsitzende Brigitte Balbach.

Alle am Schulleben Beteiligten müssten durch achtsames Verhalten dazu beitragen, dass die Schulen auch weiterhin keine Pandemie-Brennpunkte seien.

Der schulpolitische Sprecher der AfD-Landtagsfraktion, Helmut Seifen, äußerte Genugtuung, "dass die Landesregierung Einsicht gezeigt hat und den Betroffenen die wirklich überzogene Maßnahme, während des Unterrichts Maske zu tragen, erspart wird."

Maskenpflicht im Unterricht läuft am 31. August aus

Nach einer Konferenz der Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin hatte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Donnerstag angekündigt, die Maskenpflicht im Unterricht nicht zu verlängern.

Schüler der weiterführenden und berufsbildenden Schulen in NRW müssen daher nur noch am Montag ein letztes Mal eine Mund-Nasen-Bedeckung im Unterricht tragen. Für die Grund- und Förderschüler der Primarstufe galt sie ohnehin nicht.

Die bisherigen Regelungen der Coronaschutzverordnung sowie der Verordnungen zur Betreuung in Kitas, Schulen und Behinderteneinrichtungen enden in NRW mit Ablauf des 31. August, ebenso wie die Corona-Einreiseverordnung.

Titelfoto: Guido Kirchner/dpa

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