NRW-Kliniken wappnen sich gegen zweite Corona-Welle

Düsseldorf – Angesichts steigender Neuinfektionszahlen rüsten sich die Krankenhäuser in Nordrein-Westfalen dafür, wieder mehr Corona-Patienten behandeln zu müssen.

Krankenhäuser in NRW bereiten sich auf eine mögliche zweite Corona-Welle vor. (Symbolbild)
Krankenhäuser in NRW bereiten sich auf eine mögliche zweite Corona-Welle vor. (Symbolbild)  © Guido Kirchner/dpa

Das berichtete der Präsident der Krankenhausgesellschaft NRW, Jochen Brink, der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. "Erste Anzeichen deuten darauf hin."

Im Ruhrgebiet etwa, wo das Robert Koch-Institut (RKI) stark steigende Zahlen vermeldet habe, hätten inzwischen wieder viele Krankenhäuser Besuchsverbote aussprechen und planbare Operationen verschieben müssen.

Falls der Trend zu einer "zweiten Welle" auswächst, sieht die Krankenhausgesellschaft aber Anlass für Zuversicht im Abwehrkampf.

"Grundsätzlich sind die nordrhein-westfälischen Krankenhäuser besser vorbereitet als noch vor und während der ersten Hochphase der Pandemie", sagte Brink.

Die intensivmedizinischen Kapazitäten seien ausgebaut worden und "nun jederzeit verfügbar".

Es gebe inzwischen auch genügend Schutzausrüstungen für das Klinikpersonal, das zudem über mehr praktische Erfahrungen für die Corona-Behandlung verfüge.

In NRW steigen die Neuinfektionen wieder deutlich

Das RKI hatte die Bürger in der vergangenen Woche ermahnt, bei den Hygienemaßnahmen nicht nachzulassen. In vielen Bundesländern sei schon seit der vorletzten Woche ein Zuwachs bei den Neuinfektionsraten zu beobachten – besonders stark aber in NRW und in Bayern.

Bei der wichtigen Kennziffer der Neuinfektionen, berechnet über sieben Tage auf jeweils 100.000 Einwohner, lag NRW Ende Juli mit 9,1 so deutlich wie kein anderes Bundesland über dem Bundesdurchschnitt von 5,0.

Als Grenzwert für regionale Einschränkungen des öffentlichen Lebens gilt 50. Von dieser Marke sind derzeit alle Kommunen in NRW aber noch weit entfernt.

Titelfoto: Guido Kirchner/dpa

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