"Individual-Terrorismus": Corona-Proteste fördern Extremismus

Düsseldorf – Im Zusammenhang mit den Corona-Protesten warnt der Chef des Verfassungsschutzes in Nordrhein-Westfalen vor "Individual-Terrorismus". 

Burkhard Freier (64), der Chef des Verfassungsschutzes warnt vor "Individual-Terrorismus" in Zeiten von Corona. (Fotomontage)
Burkhard Freier (64), der Chef des Verfassungsschutzes warnt vor "Individual-Terrorismus" in Zeiten von Corona. (Fotomontage)  © Montage: Kay Nietfeld/dpa / Federico Gambarini/dpa

"Dieser Personenkreis hat offensichtlich das Gefühl, dass man sie bedroht. Und sie wollen, dass endlich mal einer was gegen die vermeintliche Bedrohung unternimmt", sagte Burkhard Freier (64) der Rheinischen Post.

"Daraus kann ein Individual-Terrorismus entstehen – also eine Radikalisierung, ohne in einer realweltlichen Gruppe zu sein."

Und weiter: "Wenn dann noch der Eindruck hinzukommt, nicht mehr alleine zu sein, andere denken genauso, dann führt das zu Christchurch, El Paso, nach Halle und nach Hanau", sagte Freier.

Bei diesen schwersten terroristischen Anschlägen sei immer als ganz wesentliches Motiv eine Verschwörungsideologie im Hintergrund gewesen.

Deshalb gehe der NRW-Verfassungsschutz davon aus, dass die aktuellen Proteste nicht nur Ausdruck von Sorge und Unzufriedenheit seien.

"Sondern es sind Proteste, die auch deutlich machen, dass es Personen gibt, die demokratiefeindlich sind und unsere Werte nicht teilen. Diese Proteste sind ein Resonanzboden für Extremisten", sagte Freier.

Titelfoto: Montage: Kay Nietfeld/dpa / Federico Gambarini/dpa

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