Als erster Händler: Edeka belohnt seine Mitarbeiter für Corona-Impfung!

Neumünster - Edeka Nord will als erster deutscher Händler seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für eine Corona-Impfung belohnen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Edeka Nord sollen für eine Corona-Impfung mit einem Gutschein belohnt werden. (Symbolfoto)
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Edeka Nord sollen für eine Corona-Impfung mit einem Gutschein belohnt werden. (Symbolfoto)  © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Mit einem 50-Euro-Gutschein dürften diese nach ihrer Impfung beim Handelsriesen einkaufen. Dabei gehe es konkret um die Beschäftigten im Großhandel von Edeka Nord.

"Damit ist zum Beispiel der Lkw-Fahrer, der Waren ausliefert, gemeint. Oder die schwangere Mediengestalterin", erklärte Helene Dahlke, Leiterin der Unternehmenskommunikation, gegenüber der Hamburger Morgenpost.

Das Unternehmen nehme seine Fürsorgepflicht als Arbeitgeber sehr ernst, wolle darüber hinaus die Impfstrategie des Landes unterstützen und aktiv mitgestalten.

Aus diesem Grund habe Edeka Nord gemeinsam mit der Betriebsärztin sogar ein eigenes Impfkonzept ausgearbeitet. "Sobald wir selber impfen dürfen, möchten wir dies den Kolleginnen und Kollegen schnellstmöglich anbieten, um unserer Fürsorgepflicht nachzukommen", so Dahlke.

In das interne Testkonzept seien außerdem schon seit Sommer 2020 regelmäßige Tests sowohl im Lager- als auch Produktionsbereich inkludiert, seit März 2021 auch im Großhandel. Zwei Tests stünden pro Mitarbeiter zur Verfügung.

Bisher gab es nur in den USA Prämien für eine Corona-Impfung

In den USA werden Mitarbeiter von Aldi, Lidl oder "Trader Joe's" schon seit Längerem für eine Corona-Impfung belohnt. (Symbolfoto)
In den USA werden Mitarbeiter von Aldi, Lidl oder "Trader Joe's" schon seit Längerem für eine Corona-Impfung belohnt. (Symbolfoto)  © Chris Melzer/dpa

Bis eigene Impfungen möglich seien, würden alle Angestellten der Prioritätengruppe 2 mit dem Einkaufsgutschein motiviert, sich privat um eine Impfung zu bemühen.

"Das soll einfach ein Anreiz sein, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und zu schauen, ob man zur Prioritätengruppe 2 gehört", sagte die Sprecherin. Kritik an Vorteilen oder der Bezahlung von Geimpften fürchte das Unternehmen nicht.

Es werde erwartet, dass die Impfbereitschaft der Beschäftigten so deutlich steigen werde, die Idee sei bis dato gut angenommen worden. "Die Reaktionen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fallen bisher positiv aus", so Dahlke.

Wie die Hamburger Morgenpost schreibt, setzen Konkurrenten wie Aldi, Lidl oder Rewe hierzulande bisher noch nicht auf eine Impf-Prämie. "Bei uns ist derzeit keine Prämie geplant", zitiert die Zeitung auch eine Sprecherin der Drogeriemarktkette Budnikowsky, strategischer Partner von Edeka.

Nach einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung würden bisher nur in den USA Mitarbeiter von Lidl, Aldi oder "Trader Joe's" für eine Impfung belohnt: Dort demnach sogar mit einem Zuschlag von 200 Dollar (umgerechnet knapp 170 Euro)!

Titelfoto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

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