"Ein Stück Normalität": Schleswig-Holstein lockert Corona-Regeln!

Kiel – Aufatmen im Norden: Schleswig-Holsteins Landesregierung will eine ganze Reihe von Corona-Vorschriften lockern.

Die 2G-Pflicht im Handel soll in Schleswig-Holstein bald entfallen.
Die 2G-Pflicht im Handel soll in Schleswig-Holstein bald entfallen.  © Christophe Gateau/dpa

In Geschäften soll vom 9. Februar an nur noch Maskenpflicht gelten, Kunden müssen dann keinen Genesenen- oder Impfstatus mehr nachweisen.

Außerdem entfällt die Sperrstunde in der Gastronomie, wie Ministerpräsident Daniel Günther (48, CDU) am Mittwoch bekannt gab. Das Land wolle sich "ein Stück in Richtung Normalität bewegen".

Der Regierungschef kündigte zudem Änderungen bei Veranstaltungen an, das Land werde aber einen geplanten bundeseinheitlichen Beschluss abwarten.

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Dieser werde voraussichtlich bei größeren Veranstaltungen im Freien - wie beispielsweise im Fußballstadion - künftig bis zu 10.000 Zuschauer bei einer Belegung von maximal 30 Prozent der Plätze beinhalten. Drinnen seien bis zu 4000 Besucher in der Diskussion bei maximal halber Kapazität. Dies würde auch für Handballspiele gelten.

Günther begründete die Lockerungen damit, dass die Omikron-Variante des Coronavirus zwar ansteckender, aber weniger gefährlich sei.

Schwere Verläufe seien unter Geimpften kaum zu verzeichnen. "Mit unserer Impfquote liegen wir etwa auf gleicher Höhe wie unser Nachbar Dänemark, der alle Beschränkungen aufhebt", sagte der Regierungschef. Allerdings sei dort die Anzahl der Genesenen um ein Vielfaches höher.

Belastung der Krankenhäuser moderat

Ministerpräsident Daniel Günther (48, CDU) sieht die grassierende Omikron-Variante als Chance für Lockerungen.
Ministerpräsident Daniel Günther (48, CDU) sieht die grassierende Omikron-Variante als Chance für Lockerungen.  © Marcus Brandt/dpa

Die Infektionen in Schleswig-Holstein hatten sich in jüngster Zeit auf hohem Niveau stabilisiert. Die Zahl der neuen Fälle pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen sank wieder unter die Marke 1000 und betrug am Mittwoch 895,2.

Der Norden stand damit laut Robert Koch-Institut auf Platz 13 der Bundesländer. Die Zahl der in Krankenhäusern behandelten Covid-19-Patienten schwankte um 350, die der Intensivfälle um 50.

Damit blieb die Belastung der Krankenhäuser moderat - ein entscheidendes Kriterium für neue Maßnahmen. Die Landesregierung hatte sich am Montag mit ihrer Expertenrunde über das weitere Vorgehen ausgetauscht.

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Für die Gastronomie gibt es vorerst keine weitere Lockerung neben dem Wegfall der Sperrstunde. Dort gilt weiter 2G plus - es erhalten nur Geimpfte oder Genesene Zutritt, wenn sie eine Auffrischungsimpfung hatten oder einen negativen Test vorlegen.

Am Sonntag hatte sich Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) für baldige Lockerungen auch in der Gastronomie ausgesprochen.

Titelfoto: Christophe Gateau/dpa

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