Einzelhandel spricht von riesigen Umsatz-Einbrüchen in NRW

Düsseldorf/NRW - Die Corona-Beschränkungen in diesem Monat entwickeln sich zum Riesenproblem für den Einzelhandel in den nordrhein-westfälischen Innenstädten.

Am Samstag gingen viele Menschen in Düsseldorf einkaufen, wie dieses Bild zeigt.
Am Samstag gingen viele Menschen in Düsseldorf einkaufen, wie dieses Bild zeigt.  © Marcel Kusch/dpa

"Durch die hohen Infektionszahlen, die Schließung der Gastronomie im Teil-Lockdown und den Wegfall der Weihnachtsmärkte haben sich die Besucherzahlen in den meisten nordrhein-westfälischen Einkaufsstraßen praktisch halbiert", klagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Nordrhein-Westfalen, Peter Achten.

Gut 60 Prozent der Einzelhändler in NRW litten nach einer aktuellen Umfrage des Handelsverbandes unter Umsatzrückgängen von 40 Prozent oder mehr, berichtete Achten.

Jeder Fünfte beurteile die Gefahr, sein Geschäft aufgeben zu müssen, mittlerweile als groß oder sehr groß.

"Die Situation in den Innenstädten ist wirklich fatal", betonte Achten.

Ausgerechnet das wichtige Weihnachtsgeschäft breche weg. Das treffe viele Händler, die ohnehin durch die Pandemie-Auswirkungen geschwächt seien, schwer.

Hilfen für Einzelhandel gefordert

"Der Handel sieht die Notwendigkeit der Kontaktbeschränkungen in der Pandemie, aber um die Auswirkungen des zweiten Lockdowns zu überstehen, braucht er mehr Hilfen des Staates", forderte Achten.

Bisher gehe der Einzelhandel bei der Novemberhilfe und den Überbrückungshilfen in der Regel leer aus. Das müsse sich ändern. "Die Vergabekriterien müssen der Situation im Handel besser angepasst werden", verlangte er.

Titelfoto: Marcel Kusch/dpa

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