Endlich! Eltern schließen ihren Sohn (2) nach elf Wochen Corona-Isolation in die Arme

Kirkham - Was muss das für ein Gefühl sein Charlotte und Daniel Cole aus dem britischen Kirkham gingen elf Wochen lang durch die Isolations-Hölle. Wegen der Corona-Pandemie schickten sie ihren zweijährigen Sohn George zu ihren Großeltern. Das Wiedersehen war dann an Emotionalität kaum zu überbieten.

Charlotte kurz nach der Geburt ihres Sohnes im März 2018.
Charlotte kurz nach der Geburt ihres Sohnes im März 2018.  © Screenshot/Facebook Charlotte Alice Cole

Ganze elf Wochen waren Charlotte und ihr Mann Daniel von ihrem kleinen Schatz getrennt.

Elf lange Wochen, in denen die 30-Jährige und ihr Mann das Kind nicht küssen, drücken oder riechen konnten. 

Ende Mai war der "Mirror", einmal dabei, als sich die Familie, wie in den Wochen zuvor, nur über eine Fensterscheibe zu Gesicht bekam. 

Begleitet von einem lachenden und einem weinenden Auge stand sich die noch junge Familie gegenüber - getrennt von einer Glasscheibe. 

"Ich vermisse den Geruch seiner Locken", sagte Charlotte damals. Und das war bei Leibe nicht das Schlimmste. Weder Charlotte noch Daniel waren beim ersten Wort ihres Kindes dabei. 

Ein Versäumnis, das sie wohl ein Leben lang begleiten wird.

Krankenpflegerin und ihr Mann treffen schwere Entscheidung

Wegen der Corona-Pandemie und einem Ausbruch in einem der Pflegeheim in dem die Krankenpflegerin arbeitet, entschied sie sich gemeinsam mit ihrem Mann, in Selbstisolation zu gehen und George in die Obhut ihrer Eltern zu geben.

Alles für die Menschen, die in der schweren Zeit ihre Hilfe am Nötigsten haben. Als Preis dafür gaben sie ihren Sohn ab, nicht zuletzt auch deshalb, um diesen vor einer möglichen und von ihr verursachten Infektion besser schützen zu können. 

Emotionaler Moment: George rennt in die Arme seiner Eltern

Daniel Cole und sein Sohn. Ein Foto der beiden, das er im Herbst vorigen Jahres postete. Damals ahnte er wohl nicht, wie lang er seinen Sohn im darauffolgenden Frühjahr nicht in den Arm nehmen dürfe.
Daniel Cole und sein Sohn. Ein Foto der beiden, das er im Herbst vorigen Jahres postete. Damals ahnte er wohl nicht, wie lang er seinen Sohn im darauffolgenden Frühjahr nicht in den Arm nehmen dürfe.  © Screenshot/Facebook Daniel Cole

Dann kam nun der ganz große Augenblick. Die erste körperliche Nähe nach fast drei Monaten. 

Charlotte und Daniel schritten durch das Tor im Vorgarten der Großeltern. Und der kleine George rannte ihnen entgegen. Schneller, als diese ihn je laufen sehen hatten, wie Charlotte gegenüber der "Sun" nun zugab.

"Wir wollten ihn abholen, und er kam auf uns zugerannt - es war so überwältigend.Ich habe ihn noch nie so schnell rennen sehen."

Anschließend klammerte er sich so fest an seine Eltern, dass diese ihn kaum ins Gesicht blicken konnten.

"Es war die schwierigste Entscheidung, die wir je zu treffen hatten, aber auch die leichteste, da wir wussten, dass es darum ging, George in Sicherheit zu bringen", so Charlotte weiter über die wohl bittersüßesten Schritt in ihrem Leben.

Titelfoto: Screenshot/Facebook Daniel Cole

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