Entwurf für Corona-Gipfel: Lockdown bis Ende April und "kontaktarme Urlaube" zu Ostern?

Deutschland - Wird der Corona-Lockdown bis in den April hinein verlängert?

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) möchte den Lockdown bis in den April hinein verlängern.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) möchte den Lockdown bis in den April hinein verlängern.  © Michael Sohn/AP/POOL/dpa

Eine derartige Planungsvariante soll zumindest wohl aus der aktuellen Beschlussvorlage für den Coronavirus-Gipfel am Montag hervorgehen, welche TAG24 entsprechend vorliegt.

Zwar sei bisher noch kein exaktes Datum für das Ende der Maßnahmen vorgesehen, jedoch heiße es in dem Papier demnach: "Die Länder werden ihre Landesverordnungen entsprechend anpassen und bis zum [XX. April 2021] verlängern."

Mit einer Verlängerung bis mindestens zum Ende der Osterferien dürfte zu rechnen sein.

Am Montag werden sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) und die Ministerpräsidenten per Videoschalte zu weiteren Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie beraten.

"Kontaktarme Urlaube" zu Ostern möglich?

Doch wie sieht es nun mit den Osterurlauben aus? Diese Frage scheint weiterhin sehr strittig zu bleiben - und ist im Entwurf in eckige Klammern gesetzt. Dies deutet darauf hin, dass hierbei noch Abstimmungsbedarf zwischen Bund und Ländern besteht.

Es scheint jedoch so, als könnte "das Konzept des 'kontaktarmen Urlaubs'" ermöglicht werden, welches Beherbergungen und Übernachtungen im jeweils eigenen Bundesland umfasst, bei denen "eigene sanitäre Anlagen genutzt und Essen über Selbstversorgung organisiert werden kann". Das treffe entsprechend "für Apartments und Ferienwohnungen oder für Wohnwagen und Wohnmobile auf entsprechenden Stellplätzen und Campingplätzen" zu.

Das Reisen außerhalb Deutschlands soll allerdings weiterhin auf das "absolut erforderliche Mindestmaß" begrenzt bleiben.

Außerdem: Vermutlich werden Reisen unabhängig von Inzidenzen mit einer "Quarantäne und einer Testpflicht vor Rückreise und bei Einreise in die Bundesrepublik Deutschland verbunden sein".

Unternehmen sollen Arbeitnehmern zwei Schnelltests pro Woche zur Verfügung stellen

Zudem sollen Schnelltests vor allem in Unternehmen ausgeweitet werden.

So steht in dem Papier demnach: "Für einen umfassenden Infektionsschutz ist es gerade in der aktuellen Phase der Pandemie erforderlich, dass auch die Unternehmen in Deutschland als gesamtgesellschaftlichen Beitrag ihren in Präsenz Beschäftigten regelmäßige Testangebote machen." Arbeitnehmern sollen pro Woche mindestens zwei Tests zur Verfügung gestellt werden.

Büros sollen darüber hinaus - wenn möglich - weiterhin am besten ganz geschlossen bleiben, "um eine[m] Fortgang des exponentiellen Anstiegs der Infektionszahlen entgegenzuwirken".

Öffnungen mit "zeitlich befristeten Modellprojekten"

Generell neue Öffnungsschritte seien ferner nicht vorgesehen.

Es solle Ländern und Regionen jedoch ermöglicht werden, mit "zeitlich befristeten Modellprojekten" zu starten, damit einzelne Bereiche des öffentlichen Lebens mit "strengen Schutzmaßnahmen und einem Testkonzept" wieder geöffnet werden können.

"Zentrale Bedingungen dabei sind negative Testergebnisse als Zugangskriterium, IT-gestützte Prozesse zur Kontaktverfolgung und gegebenenfalls auch zum Testnachweis, räumliche Abgrenzbarkeit auf der kommunalen Ebene und eine enge Rückkopplung an den Öffentlichen Gesundheitsdienst", heißt es dazu in der Corona-Vorlage.

Titelfoto: Michael Sohn/AP/POOL/dpa

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