Studie: Bürger fühlen sich weniger coronagefährdet als noch im März

Erfurt - Laut einer Studie der Universität Erfurt fühlen sich viele Menschen in Deutschland in der Corona-Krise inzwischen mit Informationen übersättigt und zugleich weniger gefährdet. 
Laut einer Studie halten es die Menschen mittlerweile für weniger gefährlich, sich anzustecken. (Symbolbild)
Laut einer Studie halten es die Menschen mittlerweile für weniger gefährlich, sich anzustecken. (Symbolbild)  © Marius Becker/dpa

Zwar wüssten die Bürger gut Bescheid, wie sie sich vor einer Infektion schützen könnten und an welchen Symptomen eine Covid-19-Erkrankung zu erkennen sei. 

Im Vergleich zu März hielten es die Befragten in der zweiten Aprilhälfte aber für weniger wahrscheinlich, sich anzustecken und schätzten Folgen einer Infektion als weniger schwerwiegend ein, heißt es in einem Bericht des Projekts "CoreCrisis" der Professorin für Kommunikationswissenschaft Constanze Rossmann.

Die Forscher schlussfolgern, dass in der Corona-Pandemie ein Gewöhnungseffekt eingesetzt habe. Zugleich empfehlen sie, die Menschen nicht mit zu vielen und komplexen Informationen zu überlasten und Falschinformationen konsequent richtigzustellen. So könnten Verunsicherungen verhindert werden, hieß es.

Mit Blick auf Pläne des Bundesgesundheitsministeriums zu einer Corona-Warn-App stellten die Erfurter Wissenschaftler fest, dass die meisten Bürger die Nutzung einer solchen App nicht grundsätzlich ablehnen. Allerdings gebe es noch eine Reihe von Vorbehalten.

Das Projekt untersucht das Informationsverhalten und dessen Auswirkungen auf Risikowahrnehmung, Wissen und Verhalten der Bürger. Dazu bedient es sich einer repräsentativen Online-Befragung. So wurden mehr als 1000 Bürger zweimal befragt - einmal in der Zeit vom 23. bis 31. März, das zweite Mal vom 15. bis 21. April.

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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