Erschreckende Todeszahlen: Laut Köpping hätte Sachsen "Grenzen eher schließen müssen"

Dresden - Gesundheitsministerin Petra Köpping (63, SPD) lässt einem Medienbericht zufolge das Corona-Krisenmanagement in ihrem Haus auf Fehler prüfen.

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (63, SPD) lässt das Krisenmanagement des Freistaats überprüfen.
Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (63, SPD) lässt das Krisenmanagement des Freistaats überprüfen.  © Robert Michael/dpa

Die Todeszahlen in Sachsen seien erschreckend hoch, sagte Köpping laut der "Sächsischen Zeitung". Darum wolle sie den Gründen für die Entwicklung nachgehen.

In Sachsen sind laut Robert Koch-Institut etwa 10.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Deutschlandweit wird die Zahl der Todesfälle auf etwa 90.100 beziffert.

Ein Zwischenergebnis sei schon jetzt klar, sagte Köpping laut der Zeitung: "Wir hätten die Grenzen eher schließen müssen."

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Denn Tschechien habe weltweit die höchsten Inzidenzen gehabt. "Wir wissen ja, dass gerade in den Grenzgebieten sehr viele Menschen pendeln zwischen Deutschland und Tschechien", sagte Köpping.

Die Auswirkung habe man in der Tragweite damals nicht gesehen.

Eine Ursache für die hohen Infektions- und Todeszahlen sei auch, dass Sachsen eine der ältesten Bevölkerungen in ganz Deutschland habe. Zudem seien die Maßnahmen anders als im Frühjahr 2020 nicht nur auf Landesebene beschlossen worden.

"Aber wir hätten viel schneller mehr reagieren müssen", räumte Köpping ein.

Titelfoto: Robert Michael/dpa

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