Erste neue Corona-Regel: Weniger Kunden in Geschäften erlaubt!

Berlin - Bund und Länder wollen in der Corona-Krise den Groß- und Einzelhandel weiter geöffnet lassen - aber strengere Auflagen für größere Geschäfte machen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU, 66) und der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD, 55), beraten sich per Videokonferenz mit den Ministerpräsidenten der Länder.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU, 66) und der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD, 55), beraten sich per Videokonferenz mit den Ministerpräsidenten der Länder.  © dpa/Bundesregierung/Guido Bergmann

Wie die Deutsche Presse-Agentur von verschiedenen Teilnehmern der Beratungen von Bund und Ländern am Mittwoch erfuhr, gibt es zum Punkt Einzelhandel eine Einigung. Ein Gesamtpapier war aber noch nicht beschlossen.

Zum Einzelhandel ist demnach ein abgestuftes Verfahren geplant. So soll künftig gelten, dass sich in kleineren und mittleren Geschäften mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern höchstens eine Person pro 10 Quadratmetern Verkaufsfläche befinden soll.

In größeren Geschäften mit einer Verkaufsfläche ab 801 Quadratmetern insgesamt wie Kaufhäusern ist folgendes geplant: Bis zu einer Fläche von 800 Quadratmetern soll sich höchstens eine Person pro 10 Quadratmetern befinden.

Auf der 800 Quadratmeter übersteigenden Fläche jedoch höchstens eine Person pro 20 Quadratmetern.

Kritik vom Handelsverband: Weihnachtseinkäufe sollen unter der Woche getätigt werden

Der Handelsverband hätte eine Regelung mit mehr Platz für die Kunden begrüßt.
Der Handelsverband hätte eine Regelung mit mehr Platz für die Kunden begrüßt.  © dpa/zb/Robert Michael

Vor den Beratungen hatten Vorschläge des Bundes für massive Kritik etwa beim Handelsverband Deutschland gesorgt.

Der Bund wollte einem am Dienstag verbreiteten Papier zufolge eine Regelung, nur noch einen Kunden pro 25 Quadratmeter statt wie bisher pro zehn Quadratmetern Verkaufsfläche zuzulassen.

Außerdem soll im Groß- und Einzelhandel die Maskenpflicht erweitert werden. Sie soll künftig auch vor Einzelhandelsgeschäften und auf Parkplätzen gelten.

Die Bevölkerung wird außerdem aufgerufen, die Weihnachtseinkäufe möglichst auch unter der Woche zu tätigen.

Titelfoto: Montage: dpa/zb/Robert Michael, dpa/Bundesregierung/Guido Bergmann

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