Corona-Kontrollen: Für Wirt wird's teuer, Kradfahrer verstecken sich im Wald

Esslingen - Bei Corona-Kontrollen in den Landkreisen Esslingen, Reutlingen, Tübingen und dem Zollernalbkreis haben Polizisten insgesamt 130 Verstöße von Freitag bis Sonntag festgestellt.

Zwei Kradfahrer konnte die Polizei stoppen, die anderen flohen erstmal. (Symbolbild)
Zwei Kradfahrer konnte die Polizei stoppen, die anderen flohen erstmal. (Symbolbild)  © Felix Kästle/dpa

In den meisten Fällen wurde nach Polizeiangaben gegen unerlaubte Ansammlungen im öffentlichen Raum vorgegangen. 

Daneben musste beispielsweise nach einem Hinweis aus der Bevölkerung am Samstagabend, gegen 21.45 Uhr, in Burladingen gegen einen Gastwirt vorgegangen werden, der vier Gäste bewirtete.

Der Bußgeldkatalog sieht für derartige Verstöße gegen das Schließungsgebot ein empfindliches Bußgeld zwischen 2500 und 5000 Euro vor.

In Zwiefalten zogen am Sonntagmorgen sechs Motorradfahrer aus dem Landkreis Göppingen und dem Alb-Donau-Kreis die Aufmerksamkeit der Verkehrspolizei auf sich. 

"Die sechs Biker waren gegen 10.15 Uhr nicht nur verbotswidrig als Gruppe, sondern auch mit weit überhöhter Geschwindigkeit die Zwiefalter Steige aufwärts unterwegs und passierten am oberen Ende der Steige die dort eingerichtete Kontrollstelle", schreiben die Beamten.

Drei der sechs Biker, die alle mit ähnlicher Geschwindigkeit fuhren, konnten gemessen werden, wobei ein 53-Jähriger als unrühmlicher Spitzenreiter statt der erlaubten 100 km/h über 180 Stundenkilometer auf dem Tacho hatte.

Dieser und ein weiterer Fahrer aus der Gruppe konnten angehalten werden. Die anderen vier entzogen sich zunächst wiederum mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit der Kontrolle. Durch Fahndungskräfte konnten die vier Raser aber dann doch dingfest gemacht werden.

Biker versteckten sich hinter Hecke

Offenbar um einer Kontrolle dauerhaft zu entgehen, waren sie auf einem landwirtschaftlichen Weg in Richtung eines Waldstücks zwischen Gauingen und Tigerfeld abgebogen und hatten sich am Waldrand hinter Hecken zu verstecken versucht, wo die Polizeibeamten sie aber entdeckten.

Auf alle sechs Kradfahrer, von denen fünf über 50 Jahre alt waren, kommen nun Anzeigen wegen der Teilnahme an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen und des Verstoßes gegen die Corona-Verordnung zu.

Die drei an der Kontrollstelle gemessenen Biker werden zusätzlich aufgrund der konkreten Geschwindigkeitsverstöße angezeigt. Vorsätzliche Geschwindigkeitsüberschreitungen in dieser Höhe ziehen laut Polizei alleine üblicherweise Bußgelder bis zu 1200 Euro und mehrmonatige Fahrverbote nach sich.

Titelfoto: Felix Kästle/dpa

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