Fast 44,4 Millionen Erstgeimpfte in Deutschland - Spahn: Großbritannien überholt

Von Stefan Heinemeyer

Berlin - Ein halbes Jahr nach Beginn der Impfkampagne in Deutschland ist mehr als die Hälfte der Menschen mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft, über ein Drittel hat auch schon die zweite Spitze erhalten.

Gesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) freut sich über die Fortschritte beim Impfen.
Gesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) freut sich über die Fortschritte beim Impfen.  © Kay Nietfeld/dpa

Wie aus Daten des Robert Koch-Instituts vom Samstag (Stand: 10.30 Uhr) hervorgeht, haben knapp 44,4 Millionen Menschen (53,3 Prozent) mindestens eine Impfdosis bekommen.

28,9 Millionen (34,8 Prozent) sind vollständig geimpft. Allein am Freitag wurden 852.814 Impfdosen verabreicht.

Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 60,8 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter.

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Bis auf Sachsen (47,2 Prozent) liegen alle Bundesländer über der 50-Prozent-Marke. Das Saarland hat mit 41,1 Prozent den höchsten Anteil an vollständig Geimpften. Brandenburg ist mit 32,2 Prozent das Schlusslicht.

Bei den Erstgeimpften liege Deutschland bei der absoluten Zahl erstmals vor Großbritannien, schrieb Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) am Samstag auf Twitter.

In Großbritannien ist die als besonders ansteckend geltende Delta-Variante des Virus vorherrschend, ihr Anteil steigt auch in Deutschland.

Freude bei Spahn: Impfungen kommen voran

Vor sechs Monaten wurde die erste Spritze gesetzt

Auch Jugendliche werden in Deutschland bereits gegen Covid-19 geimpft.
Auch Jugendliche werden in Deutschland bereits gegen Covid-19 geimpft.  © Fabian Sommer/dpa

Die Impfkampagne gegen den Erreger Sars-CoV-2 hat in Deutschland offiziell am 27. Dezember begonnen. In einem Seniorenzentrum in Halberstadt in Sachsen-Anhalt wurden aber schon am 26. Dezember erste Impfungen verabreicht.

Zunächst waren Menschen über 80 Jahren, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und medizinisches Personal an der Reihe. Unter anderem werden auch chronisch Kranke mit erhöhtem Risiko für einen schweren und tödlichen Verlauf bevorzugt geimpft.

Mittlerweile können sich Menschen unabhängig von der bisher gültigen Prioritätenliste um einen Termin bemühen.

Titelfoto: Bildmontage: Kay Nietfeld/dpa, Fabian Sommer/dpa

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