Hier könnt Ihr Euch prüfen lassen: Corona-Testbus kurvt durch den Norden!

Flensburg – Neben den zehn Diagnosezentren für konkrete Corona-Verdachtsfälle ist in Schleswig-Holstein mittlerweile auch ein Corona-Testbus der Kassenärztlichen Vereinigung (KVSH) im Einsatz.

Die Ärztin Annika Hempelmann (l) und Medizinstudentin Paula Wiens verpacken in einer mobilen Abstrichstation einen Corona-Schnelltest für den Versand ins Labor. 
Die Ärztin Annika Hempelmann (l) und Medizinstudentin Paula Wiens verpacken in einer mobilen Abstrichstation einen Corona-Schnelltest für den Versand ins Labor.   © Frank Molter/dpa

Das mobile Testzentrum steht seit Mittwoch in Flensburg, kann kurzfristig bei Bedarf aber auch an anderen Orten eingesetzt werden, wie ein KVSH-Sprecher am Freitag sagte. 

Vor dem zur Teststation umfunktionierten Bus ist eine Fläche markiert. 

Betroffene, die getestet werden sollen, müssen dort mit ihren Autos vorfahren. Weiter vorne stehen zwei junge Männer mit Masken vor einer Absperrung. Nur angemeldete Fahrzeuge kommen hier durch.

Seit Donnerstag arbeiten in dem Testbus die Medizinstudentin Paula Wiens aus Lübeck und die junge Ärztin Annika Hempelmann, die gerade in Kiel ihr Studium beendet hat. Beide haben sich freiwillig gemeldet. 

Sie bekommen von der 116117 Meldungen über Patienten, die einen Abstrich bekommen sollen. "Die rufen wir an", sagte Hempelmann. Anschließend vereinbaren sie einen Termin.

"Die meisten, die kommen, wirken dankbar"

Ein zur mobilen Abstrichstation modifizierter Omnibus steht auf einem Parkplatz. 
Ein zur mobilen Abstrichstation modifizierter Omnibus steht auf einem Parkplatz.   © Frank Molter/dpa

Kommen Patienten zu dem Corona-Testbus, dann läuft das Prozedere wie folgt ab: Ein Auto fährt vor. Die Medizinerinnen nehmen sich ihr Testgerät, setzen die Masken auf und gehen raus, erklären, was sie tun und nehmen die Abstriche. Diese werden im Bus gesammelt und abends nach Kiel ins Labor gebracht.

Seit Mittwochnachmittag ist der Bus im Einsatz in Flensburg. 

An dem Tag wurden 16 Menschen in drei Stunden getestet, sagte Hempelmann. Am Donnerstag waren es 23. "Die meisten, die kommen, wirken dankbar, dass sie den Test machen können."

Die Kassenärztliche Vereinigung hat bereits angekündigt, dass neben dem Testbus und den zehn Diagnosezentren weitere Standorte für konkrete Corona-Verdachtsfälle errichtet werden. 

Ziel ist es, Arztpraxen sowie Kliniken zu entlasten und gleichzeitig das Infektionsrisiko zu senken.

Titelfoto: Frank Molter/dpa

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