Zur Rettung der Spargel-Saison in der Corona-Krise: Erste rumänische Erntehelfer gelandet

Hahn - Rund 160 dringend benötigte Erntehelfer aus Rumänien sind am Montag auf dem Hunsrück-Flughafen Hahn angekommen. 

Rumänische Erntehelfer steigen am Flughafen Hahn aus einer Maschine der Fluggesellschaft TAROM.
Rumänische Erntehelfer steigen am Flughafen Hahn aus einer Maschine der Fluggesellschaft TAROM.  © dpa/Thomas Frey

Noch am Abend werde aus Kroatien ein weiteres Flugzeug mit etwa 125 Saisonarbeitern erwartet, sagte Christoph Goetzmann von der Hahn-Geschäftsführung. Nach einem Gesundheitscheck hätten am Montag alle einreisen können. "Niemand war auffällig", sagte Goetzmann. Im Laufe der Woche würden drei bis vier weitere Flüge erwartet.

Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd reagierte mit Erleichterung auf die Ankunft. "Ich bin froh, dass die Arbeiter helfen, die größte Not zu lindern", sagte Verbandspräsident Eberhard Hartelt. 

Es gehe um eingearbeitete und mit dem Betriebsablauf vertraute Kräfte. "Sie können dann auch Freiwillige aus der deutschen Bevölkerung einarbeiten, für die wir sehr dankbar sind", betonte er.

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Hartelt sprach von einer "Riesenherausforderung" bei der Organisation. "Die Menschen nach Deutschland zu holen, zehrt an den Nerven vieler Betriebsleiter. Unsere Telefone stehen nicht still." Für eine Bilanz, ob die Zahl der Saisonarbeiter zum Beispiel für die laufende Spargelernte ausreiche, sei es aber zu früh. 

"Wir müssen abwarten, wie viele Menschen kommen. In einer Woche wissen wir mehr." Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) hatten sich darauf geeinigt, 80.000 ausländische Saisonkräfte unter strengen Auflagen nach Deutschland zu fliegen. Um beim Ernten und anderen dringenden Feldarbeiten zu helfen, können im April und Mai je 40.000 Menschen kommen. 

Hahn gehört zu den sieben deutschen Flughäfen, auf denen die Saisonkräfte landen dürfen.

Titelfoto: dpa/Thomas Frey

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