Corona-Ticker: Frankreichs Premier Castex muss als Corona-Kontaktfall in Isolation

Deutschland - Auch im Juni 2021 wird die Welt weiterhin von der Coronavirus-Pandemie in Atem gehalten. Kaum vorstellbar, dass es mal wieder ein Leben ohne Maskenpflicht und Beschränkungen geben wird. TAG24 berichtet im Liveticker über das aktuelle Geschehen zum Coronavirus. Hier geht es zu den aktuellen Infos.

Update, 9. Juni, 22 Uhr: Frankreichs Premier Castex muss als Corona-Kontaktfall in Isolation

Frankreichs Premierminister Jean Castex muss in Corona-Isolation. Seine Frau war zuvor positiv auf das Virus getestet worden, wie die französische Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch mit Verweis auf sein Amt berichtete.

Castex wird sich demnach eine Woche lang isolieren. Ein erster Corona-Test bei ihm sei negativ gewesen. Der 55-Jährige ist bereits einmal gegen das Coronavirus geimpft.

18.03.2021, Frankreich, Paris: Jean Castex, der französische Premierminister, spricht bei einer Pressekonferenz über die aktuelle Strategie der französischen Regierung zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie.
18.03.2021, Frankreich, Paris: Jean Castex, der französische Premierminister, spricht bei einer Pressekonferenz über die aktuelle Strategie der französischen Regierung zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie.  © Martin Bureau/POOL AFP/AP/dpa

Update, 9. Juni, 20.30 Uhr: USA wollen 500 Millionen Impfdosen an andere Länder spenden

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will die US-Regierung übereinstimmenden Medienberichten zufolge 500 Millionen Impfdosen erwerben und sie an andere Länder spenden.

Das Weiße Haus habe sich entsprechend mit den Pharmakonzernen Pfizer und Biontech geeinigt, berichtete am Mittwoch unter anderem die Washington Post unter Berufung auf mehrere mit den Plänen vertraute Personen.

Den Berichten zufolge dürfte US-Präsident Joe Biden das Vorhaben vor oder beim G7-Gipfel im südwestenglischen Cornwall verkünden, an dem er während seiner ersten Auslandsreise als Präsident teilnimmt. Laut New York Times sollen die Impfdosen im Laufe der kommenden zwei Jahre an etwa 100 Länder verteilt werden.

Update, 9. Juni, 19.30 Uhr: Virusvariante Delta in Deutschland bei 2,5 Prozent

Die in Indien entdeckte Coronavirus-Variante Delta bleibt in Deutschland weiter relativ selten.

Ihr Anteil an den untersuchten Proben betrage nun 2,5 Prozent, geht aus einem Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) zu den als besorgniserregend eingestuften Mutanten vom Mittwochabend hervor.

Die Angabe bezieht sich auf Proben aus der Woche vom 24. bis 30. Mai. Die Entwicklung der Variante (B.1.617.2) der Wochen zuvor beschreibt das RKI in der Tendenz als ansteigend, auf bis zu 3,1 Prozent in der Woche vom 17. bis 23 Mai.

Mit einem Anteil von 94 Prozent an den untersuchten Proben löst die Variante Alpha (B.1.1.7, entdeckt in Großbritannien) bundesweit weiter den Großteil der Infektionen aus. Die weiteren besorgniserregenden Varianten Beta und Gamma spielen nach wie vor eine untergeordnete Rolle.

Bayern, München: Zwei Jogger laufen an der Theresienwiese an einer großen Plane mit der Aufschrift „Corona-Teststation“ vorbei.
Bayern, München: Zwei Jogger laufen an der Theresienwiese an einer großen Plane mit der Aufschrift „Corona-Teststation“ vorbei.  © Peter Kneffel/dpa

Update, 9. Juni, 19 Uhr: OC prüft Corona-Lehren aus Fußball-EM für Olympia in Tokio

Für die Organisation der Sommerspiele in Tokio unter Corona-Bedingungen will das Internationale Olympische Komitee auch die Lehren der Fußball-EM prüfen.

"Wir sind in ständigem Kontakt mit den Sportorganisationen. Wenn wir etwas aus der EURO lernen können, dann werden wir das in Betracht ziehen", sagte IOC-Olympiadirektor Christophe Dubi am Mittwoch nach der Sitzung der Exekutive in Lausanne.

Die Europameisterschaft wird in elf Spielorten von London bis Baku ausgetragen, je nach Gastgeber-Stadt gelten unterschiedliche Corona-Regeln.

Update, 9. Juni, 18 Uhr: Bundestag will Pandemie-Notlage verlängern

Die Koalition will die Pandemie-Notlage nationaler Tragweite an diesem Donnerstag im Bundestag offiziell verlängern.

Die "epidemische Lage von nationaler Tragweite" dient als rechtliche Grundlage für Corona-Regelungen etwa zu Impfungen und Testkosten. Sie würde sonst Ende Juni auslaufen. Die Notlage gilt seit Ende März 2020.

Update, 9. Juni, 17.50 Uhr: Regierungschefs beraten über Regelungen für Veranstaltungen

Die Ministerpräsidenten der Länder beraten am Donnerstag laut ihrem Vorsitzenden, Michael Müller (SPD), unter anderem über künftige Corona-Regelungen für Großveranstaltungen in Deutschland.

"Neben den allgemeinen Themen der regulären MPK wird es auch im Interesse aller Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten um mögliche Zulassungen von Großveranstaltungen mit Publikum gehen", sagte Berlins Regierender Bürgermeister der Deutschen Presse-Agentur.

"Außerdem gehe ich davon aus, dass wir über die kommenden Impfstofflieferungen sprechen und über Impfangebote insbesondere für Kindern und Jugendliche", so Müller.

Nordrhein-Westfalen, Köln: Die Band "Miljö" steht beim Konzert "Sommer im Garten" am Kölner Tanzbrunnen auf der Bühne.
Nordrhein-Westfalen, Köln: Die Band "Miljö" steht beim Konzert "Sommer im Garten" am Kölner Tanzbrunnen auf der Bühne.  © Henning Kaiser/dpa

Update, 9. Juni, 17.30 Uhr: Kultusminister beraten über neues Schuljahr unter Corona-Bedingungen

Die Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) berät am Donnerstag über die Vorbereitung des kommenden Schuljahres.

Dabei geht es vor allem um die Frage, wie der Schulbetrieb mit Blick auf die Corona-Pandemie nach den Sommerferien weitergehen soll. KMK-Präsidentin Britta Ernst (SPD) hatte gesagt, es sei wichtig, dass die Schulen nach dem Sommer in voller Präsenz öffnen, unabhängig davon, ob Kinder geimpft sind oder nicht.

Update, 9. Juni, 17.10 Uhr: Merkel sieht immer deutlichere Zeichen der Entspannung

Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht immer deutlichere Zeichen der Entspannung in der Corona-Krise.

Die CDU-Politikerin sagte am Mittwoch, die Zahl der Arbeitslosen sinke, ebenso wie die Zahl der Kurzarbeiter.

Die Konjunkturerwartungen seien besser geworden, im Einzelhandel zum Beispiel stiegen die Umsätze wieder. "Die derzeit deutlich sinkenden Infektionsraten machen Mut und zeigen, wie sehr unsere Maßnahmen und Verhaltensregeln wirken."

Merkel sagte, die Unternehmen hätten mit Homeoffice und regelmäßigem Testen zu dem Erfolg ganz wesentlich beitragen.

Gerade flächendeckende Tests seien für eine vorzeitige Erkennung und Unterbrechung der Infektionsketten von entscheidender Bedeutung. Hinzu komme die Impfkampagne, bei der nun nach und nach die Betriebsärzte einbezogen seien.

Die Kanzlerin ging außerdem auf die Lage auf dem Ausbildungsmarkt ein. Im vergangenen Ausbildungsjahr sei die Zahl der Ausbildungsverträge vor dem Hintergrund der Corona-Krise deutlich zurückgegangen.

Es müsse so schnell wie möglich gelingen, aus dem Negativtrend bei den Ausbildungsverträgen einen positiven Trend zu machen. Die Sicherung von Fachkräften sei ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Wirtschaft.

Update, 9. Juni, 17 Uhr: Digitaler Corona-Impfnachweis geht an den Start

Der geplante digitale Corona-Impfpass in Deutschland soll an diesem Donnerstag an den Start gehen.

Die Anwendung namens "CovPass" werde Schritt für Schritt ausgerollt und in den App-Stores verfügbar sein, sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums am Mittwoch in Berlin.

Ressortchef Jens Spahn (CDU) will Einzelheiten dazu am Donnerstag vorstellen.

Der digitale Nachweis kann zudem auch in der offiziellen Corona-Warn-App des Bundes angezeigt werden. Die Macher der Tracing-App veröffentlichten in der Nacht zum Mittwoch die aktuelle Version 2.3.2 in den App-Stores von Apple und Google.

Der vorgesehene digitale Nachweis soll eine freiwillige Ergänzung des weiter verwendbaren gelben Impfheftes sein.

Brandenburg, Potsdam: Der stellvertretende Vorsitzende der Brandenburger Kassenärztlichen Vereinigung (KVBB) zeigt während eines Pressetermins im Impfzentrum Babelsberg in der Metropolishalle den Digitalen Impfpass.
Brandenburg, Potsdam: Der stellvertretende Vorsitzende der Brandenburger Kassenärztlichen Vereinigung (KVBB) zeigt während eines Pressetermins im Impfzentrum Babelsberg in der Metropolishalle den Digitalen Impfpass.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild-Pool/dpa

Update, 9. Juni, 16.50 Uhr: Viele Neuinfektionen: Moskau verschärft Corona-Kontrollen

Angesichts steigender Infektionszahlen verschärfen die Behörden in Russlands Hauptstadt Moskau die Kontrolle von Corona-Beschränkungen.

Außerdem würden in den kommenden Tagen zusätzliche Krankenhäuser für Corona-Patienten geöffnet, sagte Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin am Mittwoch der Agentur Interfax zufolge.

Zuletzt waren in Europas größter Metropole mehr als 4100 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert worden - so viele wie seit Mitte Januar nicht mehr.

In ganz Russland zählten die Behörden mehr als 10.400 neue Fälle und damit einen Höchststand seit Mitte März bei einer wahrscheinlich hohen Dunkelziffer.

Titelfoto: Martin Bureau/POOL AFP/AP/dpa

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