87-Jährige ernährt sich von Katzenfutter, weil sie Angst hat, ihr Haus zu verlassen

Kurri Kurri - Die Verzweiflungstat einer 87-Jährigen rief ihre Nachbarn auf den Plan. Die ältere Dame ernährte sich von Katzenfutter.

Eine alte Frau sitzt bei sich zu Hause auf ihrem Sofa (Symbolbild).
Eine alte Frau sitzt bei sich zu Hause auf ihrem Sofa (Symbolbild).  © Ingo Wagner/dpa

Der 87-Jährigen ist es etwas unangenehm, darüber zu sprechen. Nur durch einen Zufall fand ihre Nachbarin Amanda Harris heraus, dass die Lady sich von Katzenfutter ernährte. Dabei besaß sie noch nicht einmal mehr eine Katze. Das Katzenfutter befand sich bereits seit Jahren in ihrem Vorratsschrank. 

Wie Amanda gegenüber der Webseite "lakesmail" berichtet, war die 87-Jährige zu ängstlich, um ihr Haus zu verlassen. "Sie war komplett verwirrt von all den Informationen, was man machen kann und was nicht, dem Social Distancing und so weiter. Sie konnte sich eine Strafzahlung für eine Nichtbefolgung nicht leisten".

Also beschloss die ältere Frau, einfach zu Hause zu bleiben. Da sie nicht zum Supermarkt ging, ernährte sie sich notgedrungen von dem, was sie in ihrem Haus vorfand.

Amanda realisierte, dass es wohl mehreren Menschen so gehen muss. Als Mitglied der gemeinnützigen Organisation "Rotary Club of Kurri Kurri" beschloss sie daher, dass sich etwas ändern muss.  Gemeinsam mit den anderen 22 Club-Mitgliedern sowie ihrem Ehemann Luke Harris traten sie in Aktion.

Sie bereiteten mittlerweile über 1400 Mahlzeiten zu, welche sie in ihrer Ortschaft an die Menschen verteilen, für die es nicht sicher ist, während Corona das Haus zu verlassen. Sie kochen Nudeln, Suppen oder auch Eintöpfe, welche sie dann zu dem Gemeindezentrum liefern.

Dieses hat viele Fahrer, die das Essen zu den Menschen ausliefert. Dank deren großen Reichweite kommen viele Menschen in den Genuss deftiger und schmackhafter Mahlzeiten. Somit muss sich niemand mehr von Katzenfutter ernähren.

Die gemeinnützige Organisation zahlte das Essen bislang durch Spendengelder. Dieses wird nun jedoch knapp. Daher rufen die Mitglieder auf, für ihre Organisation zu spenden. Zudem sollen sich bedürftige Menschen bei ihnen per Telefon melden, damit auch diese versorgt werden können.

Titelfoto: Ingo Wagner/dpa

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