"Freedom Day" in Deutschland: Klaus Holetschek wird deutlich

München - Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, CSU) hält nichts von Überlegungen zu einem sogenannten Freedom Day zur Beendigung der Corona-Beschränkungen auch in Deutschland.

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, CSU) hat sich in der Diskussion über einen "Freedom Day" in Deutschland zu Wort gemeldet.
Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, CSU) hat sich in der Diskussion über einen "Freedom Day" in Deutschland zu Wort gemeldet.  © Sven Hoppe/dpa

"Wer jetzt einen "Freedom Day" fordert, der hat den Ernst der Lage nicht begriffen", sagte Holetschek.

Ziel müsse es weiterhin sein, möglichst viele Menschen vor Infektionen und lebensbedrohlichen Krankheitsverläufen zu schützen. "So etwas wie einen 'Tag der Freiheit' kann man für sich persönlich bereits jetzt erreichen: indem man sich impfen lässt", betonte der Minister am Dienstag.

So würden auch Mitmenschen geschützt, die sich selbst nicht impfen lassen können.

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Die einmal mehr kontrovers geführte Diskussion um ein Ende aller Coronavirus-Beschränkungen hatte zuvor der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen (59), ausgelöst.

Gassen hatte dies zum 30. Oktober gefordert. "Nach den Erfahrungen aus Großbritannien sollten wir auch den Mut haben, zu machen, was auf der Insel geklappt hat. Also braucht es jetzt eine klare Ansage der Politik: In sechs Wochen ist auch bei uns Freedom Day", hatte der 59-Jährige der Neuen Osnabrücker Zeitung bei einem Interview gesagt.

Mehrere andere Politiker hatten die Idee ebenfalls bereits zurückgewiesen.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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