Fußball mit Publikum in Sachsen? Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnt!

Dresden - Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (57, SPD) hat wegen der Corona-Pandemie davor gewarnt, zu früh wieder Fans in den Stadien zuzulassen. 

Karl Lauterbach (57, SPD) hält Fußball-Bundesliga-Spiele mit Zuschauer für nicht verantwortbar.
Karl Lauterbach (57, SPD) hält Fußball-Bundesliga-Spiele mit Zuschauer für nicht verantwortbar.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa / Kay Nietfeld/dpa

"Fußball-Bundesliga-Spiele mit Zuschauern halte ich für nicht verantwortbar", sagte Lauterbach dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND/Mittwoch) und betonte: "Auch andere Großveranstaltungen ohne Grenze nach oben sind durch Hygienekonzepte nicht wirklich sicher zu machen. Denn die Kontaktverfolgung wird bei diesen Menschenmengen natürlich nicht gelingen."

Es werde "einfach auf Risiko gespielt in der Hoffnung, es werde noch gut gehen", sagte der 57-Jährige. 

Solche Maßnahmen könnten "die perfekte Vorbereitung einer zweiten Welle im Herbst sein2.

Zuvor waren in Sachsen Überlegungen publik geworden, wonach vom 1. September an wieder Zuschauer in den Fußballstadien und Hallen zugelassen werden könnten. 

Demnach würden dann Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern möglich sein, allerdings unter Einhaltung von Hygieneregeln und der Kontaktverfolgung, wie es Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag in Dresden ausführte

"Was noch nicht gelten wird, ist, dass das Stadion voll ist", sagte die Ministerin.

Die sächsische Regierung hatte sich über die neue Corona-
Schutzverordnung ausgetauscht. Sie soll nun zunächst zur Anhörung freigegeben werden. 

Für den Fall des Beschlusses würden neben dem Bundesligisten und Champions-League-Viertelfinalisten RB Leipzig auch die anderen sächsischen Vereine profitieren, die zum großen Teil von Zuschauereinnahmen abhängig sind. Das betrifft in erster Linie die Drittliga-Clubs Dynamo Dresden und FSV Zwickau.

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa / Kay Nietfeld/dpa

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