YouTuber Fynn Kliemann überrascht mit neuer Produktion

Hamburg - Wegen der aktuellen Corona-Krise sind auch in Deutschland die Atemschutzmasken knapp. 

Fynn Kliemann (29) will seinen Beitrag zum Kampf gegen das Virus leisten.
Fynn Kliemann (29) will seinen Beitrag zum Kampf gegen das Virus leisten.  © Axel Heimken/dpa

Auch in Kliniken und Pflegeeinrichtungen fehlt es bereits an allem. Der selbsternannte Heimwerker-King Fynn Kliemann will nun Abhilfe schaffen. Der 29-Jährige, der in seinem Online-Shop bislang vor allem Hoodies und Mützen verkaufte, hat vorgesorgt und kündigte am Dienstag überraschend an: "Wir haben unsere Produktion umgestellt." 

Von nun an stelle er mit seinen Kollegen fair produzierten, wiederverwendbaren Mundschutz aus Europa und aus 100 % Polypropylen her.

Der YouTuber hat früh reagiert, sodass von jetzt an bereits täglich 10.000 der Masken rausgehen können

"Das ist kein Zeitpunkt, um Geld zu verdienen!", betont Fynn allerdings in seiner Story bei Instagram. 

"Viele Leute versuchen, sich an dem Scheiß zu bereichern. So 'ne kleine blöde Maske kostet jetzt 20 bis 40 Euro, wir verkaufen die für drei Euro." 

Das Material sei das gleiche, wie das der FFP-Masken. Medizinisch zertifiziert sind sie allerdings noch nicht. 

"Scheiß egal, wie die aussehen, Hauptsache, die helfen in der Zeit", betont Fynn weiter. "Fakt ist, wenn jeder so eine Maske trägt, wird die Ansteckungsgefahr ein bisschen reduziert, und darum geht's doch grade."

Tausende Helfer nähen Schutzmasken

Gisella Oindinello näht ehrenamtlich Masken. 
Gisella Oindinello näht ehrenamtlich Masken.  © Christian Charisius/dpa

Aus diesem Grund rattern bereits deutschlandweit die Nähmaschinen Tausender Helfer, die ehrenamtlich Schutzmasken herstellen. 

Auch Gisella Oindinello (79) aus Eimsbüttel geht mit gutem Beispiel voran und hat bereits mehr als hundert Schutzmasken für Nachbarn und Freunde genäht.

Das Unternehmen Pickapooh im Hamburger hat ähnlich wie Fynn Kliemann auf die Corona-Krise reagiert und ihre Produktion umgestellt. Statt Mützen wird nun Mundschutz hergestellt. 

In Mecklenburg-Vorpommern sollen zudem Gefangene Atemschutzmasken nähen. In der JVA Bützow laufen bereits die Nähmaschinen, die anderen drei Justizvollzugsanstalten sollen kommende Woche nachziehen. 

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Titelfoto: Instagram/fimbim, Axel Heimken/dpa

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