Geistlicher behauptet: "Homo-Ehen sind mit Grund für Corona-Krise"

Bagdad - Im Irak hat der einflussreiche schiitische Geistliche Muktada al-Sadr gleichgeschlechtliche Ehen als einen der Gründe für die Ausbreitung des Coronavirus' bezeichnet.

Homosexualität ist nach islamischem Glauben streng verboten.
Homosexualität ist nach islamischem Glauben streng verboten.  © Wolfgang Kumm/dpa

"Ich rufe deshalb alle Regierungen dazu auf, dieses Gesetz (zur Legalisierung von Homo-Ehen) unmittelbar und ohne Zögern aufzuheben", schrieb Al-Sadr am Samstag bei Twitter. 

Damit könnten sie auch Buße tun für ihre Schuld.

Homosexualität ist nach islamischem Glauben streng verboten. Im Irak, der mehrheitlich von Schiiten bewohnt wird, steht gleichgeschlechtlicher Sex zwar nicht explizit unter Strafe. 

Irakische Behörden nutzen aber Gesetze zu Prostitution und zum Erhalt der öffentlichen Ordnung, um zu bestrafen. 

Menschenrechtler werfen der Regierung zudem vor, insbesondere schwule Männer nicht ausreichend vor Verfolgung zu schützen.


Im Irak haben sich nach offiziellen Angaben bisher rund 500 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. 42 Menschen sind nach einer Erkrankung an Covid-19 verstorben.

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Titelfoto: Wolfgang Kumm/dpa, 123rf.com/Kateryna Kon

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