Gericht kippt Reiseverbot für Einwohner Mecklenburg-Vorpommerns

Greifswald/Schwerin - Einwohner Mecklenburg-Vorpommerns dürfen zu Ostern nun doch Tagesausflüge zu den Ostseeinseln, zur Küste und in die Seenplatte machen. 

Ausflüge zu den Ostseeinsel Rügen, wie hier in Binz, sind als Tagesausflug für die Einwohner von Mecklenburg-Vorpommerns erlaubt.
Ausflüge zu den Ostseeinsel Rügen, wie hier in Binz, sind als Tagesausflug für die Einwohner von Mecklenburg-Vorpommerns erlaubt.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Das Oberverwaltungsgericht Greifswald kippte am Donnerstag überraschend in zwei Eilverfahren das von der Landesregierung verfügte Reiseverbot für die heimische Bevölkerung.

Wie das Gericht am Abend mitteilte, wurde der umstrittene Paragraf 4a der Verordnung über Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 bis zu einer Entscheidung in der Hauptsache außer Vollzug gesetzt. 

Dieser Paragraf war erst am Mittwoch in die Verordnung eingefügt worden, um die verbotenen Reiseziele zu präzisieren.

Demnach waren von Karfreitag bis Ostermontag für Einwohner Mecklenburg-Vorpommerns Ausflüge zu den Ostseeinseln, zur Halbinsel Fischland-Darß-Zingst, in Gemeinden direkt an der Ostsee und Boddengewässern sowie zu Tourismuszentren in der Mecklenburgischen Seenplatte verboten worden. 

Für Touristen aus anderen Bundesländern gilt bereits Einreiseverbot

Damit wollte die Regierung die Umsetzung der Kontaktbeschränkungen insbesondere über die Feiertage erzwingen.

Für Touristen aus anderen Bundesländer gilt bereits seit Mitte März ein Einreiseverbot nach Mecklenburg-Vorpommern, das zumindest bis zum 19. April bestehen bleibt. Eingeschlossen ist ein Nutzungsverbot von Ferienwohnungen, die Auswärtigen als Zweitwohnsitz dienen.

Titelfoto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

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