Schutzmasken, Antibiotika: Gesundheitsminister will, dass die EU sich selbst versorgt

Ravensburg - Nach den Erfahrungen im Umgang mit der Corona-Krise fordert der baden-württembergische Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) ein gemeinsames europäisches Management für länderübergreifende Gesundheitsgefahren.

Manne Lucha ist derzeit noch in häuslicher Quarantäne. (Bildmontage)
Manne Lucha ist derzeit noch in häuslicher Quarantäne. (Bildmontage)  © Montage: CDC/Zuma Wire/dpa, Tome Weller/dpa

"Wichtig ist zum Beispiel eine eigenständige europäische Arzneimittel- und Medizinprodukterichtlinie", sagte der Grünen-Minister der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf kommende Krisen.

Zuletzt hatte sich die Corona-Pandemie auch zu einer Bewährungsprobe für die europäische Solidarität entwickelt. 

Beschlagnahmungen und Exportverbote für Atemschutzmasken, Schutzkleidung, Handschuhe und weitere medizinische Schutzausrüstung sorgten für Aufsehen.

Deutschland und seine Nachbarn müssten sich in einer Krise gemeinsam versorgen können. "Wir dürfen uns nicht mehr abhängig machen von volatilen Regierungen oder von unanständigen Interessen Dritter, die aus solchen Notlagen Profit schlagen wollen, egal um was es geht."

Als Beispiele nannte der Minister neben Arzneimitteln und der Produktion von Antibiotika auch die antivirale Medikation und Schutzmaterialien wie Masken.

Nach dem Ende seiner einwöchigen häuslichen Quarantäne am Montag darf Lucha erst am Dienstag seine Ravensburger Wohnung wieder verlassen. Es gehe ihm aber gut, er habe keine Symptome gehabt, sagte der Minister am Wochenende.

Er hatte sich vor einer Woche gemeinsam mit seiner Frau in Quarantäne begeben, weil beide Kontakt mit einer infizierten Person hatten.

Titelfoto: Montage: CDC/Zuma Wire/dpa, Tome Weller/dpa

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