Gesundheitsamt warnt vor verunreinigtem Corona-Test! Rückruf an Schulen

Schwerin - Das Bildungsministerium in Schwerin hat am Mittwoch vorsorglich den weiteren Einsatz des Antigen-Selbsttests der Marke "Deepblue" an den Schulen Mecklenburg-Vorpommerns gestoppt.

Corona-Schnelltests der Marke "Deepblue" sind offenbar von einer Verunreinigung betroffen.
Corona-Schnelltests der Marke "Deepblue" sind offenbar von einer Verunreinigung betroffen.  © Jörg Carstensen/dpa

Eine Verunreinigung der Testlösung könne nicht ausgeschlossen werden. Daher habe das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) zum Schutz der Anwender von einer Verwendung des Testkits "Anhui Deepblue Medical Technology" bis zur Klärung des Sachverhaltes abgeraten.

"Die Sicherheit der Kinder, Jugendlichen und Lehrkräfte geht vor", hieß es in der am Abend verbreiteten Mitteilung.

Die Staatlichen Schulämter seien benachrichtigt. Über diese werden die Schulen informiert.

Coronavirus: Weltgrößter Impfstoffhersteller halbiert Produktion
Coronavirus Coronavirus: Weltgrößter Impfstoffhersteller halbiert Produktion

Dem Vernehmen nach hatten aufmerksame Eltern an einer Schule bemerkt, dass sich die Testflüssigkeit bei einem Selbsttest trüb eingefärbt hatte. In einem Labor sei dann eine Verunreinigung festgestellt worden und das LAGuS habe daraufhin reagiert.

Dieses prüfe nun, ob auch weitere Tests des Herstellers Bakterien aufweisen. Sobald das Ergebnis vorliege, werde über das weitere Vorgehen entschieden.

Selbsttests stammen aus China

Ein Schüler führt einen Corona-Schnelltest durch: In den Schulämtern lagern noch Reserven anderer Hersteller. (Symbolbild)
Ein Schüler führt einen Corona-Schnelltest durch: In den Schulämtern lagern noch Reserven anderer Hersteller. (Symbolbild)  © Sebastian Gollnow/dpa

Laut Bildungsministerium wird der aus China stammende Selbsttest von "Deepblue" an den Schulen des Landes in großem Umfang eingesetzt.

Das Land habe für die regelmäßigen Corona-Tests rund 900.000 Stück erworben. In der Regel werden die Antigen-Tests jeweils Montag und Mittwoch durchgeführt.

Für Schüler, die als mögliche Corona-Kontaktpersonen noch diese Woche getestet werden müssten, gebe es in den vier Staatlichen Schulämtern Reserven eines anderen Herstellers.

Titelfoto: Jörg Carstensen/dpa

Mehr zum Thema Coronavirus: