Gesundheitsministerium stellt klar: Keine Mehrfach-Zählung positiver Corona-Fälle

Dresden - Jeden Tag veröffentlichen Landesregierung und Robert-Koch-Institut (RKI) aktuelle Corona-Zahlen. Doch wann zählt ein positiver Test als "Fall"? Fließen gar Nachtestungen als Corona-Neufälle in die Statistik ein? TAG24 ist diesen Fragen nachgegangen.

Eine Ärztin hat einen PCR-Test durchgeführt. Nur diese Testmethode bestimmt darüber, wer als "Positiver" in die sächsische Corona-Statistik kommt.
Eine Ärztin hat einen PCR-Test durchgeführt. Nur diese Testmethode bestimmt darüber, wer als "Positiver" in die sächsische Corona-Statistik kommt.  © Robert Michael/dpa

Es ist ein Gerücht, das sich seit Monaten hartnäckig hält: Wenn Corona-Infizierte Tage später nachgetestet werden, würden positive PCR-Ergebnisse als "Neuinfektion" in die Statistik einfließen.

Auf TAG24-Nachfrage dementiert das sächsische Gesundheitsministerium diese Zählweise und stellt klar: "Jeder Fall wird nur einmal gezählt, auch wenn er mehrfach positiv PCR-getestet wurde."

Eine Ausnahme bilden jedoch die bislang seltenen "Reinfektionen". Soll heißen: Personen, die im Frühjahr 2020 positiv getestet wurden und nun erneut einen positiven PCR-Befund bekommen, gehen wieder als "Neuinfektion" in die Statistik ein.

Fließen auch Antigen-Schnelltests, die als unsicher gelten, bei positivem Ergebnis in die Statistik der Neuinfektionen ein? Auch hier gibt es vom Ministerium auf Anfrage ein klares Nein.

Positive Schnelltests würden nur dann als neuer Corona-Fall gezählt, wenn sie durch einen positiven PCR-Test abgesichert seien.

Allerdings: Auch positive Antigentests werden den Gesundheitsämtern gemeldet. Für den Betroffenen gelten dann die Quarantäneregeln, so das Ministerium.

Titelfoto: Robert Michael/dpa

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