Giftige Substanz in Corona-Schnelltests: Behörde sieht keine Gefahr!

Hamburg - Eine giftige Substanz in einem Corona-Schnelltest hat nach einem Medienbericht zu Besorgnis bei Eltern in Hamburg geführt.

Nachdem ein Bericht über eine giftige Substanz in einem Corona-Schnelltest für Aufsehen sorgte, hat die Gesundheitsbehörde nun Entwarnung gegeben. (Symbolfoto)
Nachdem ein Bericht über eine giftige Substanz in einem Corona-Schnelltest für Aufsehen sorgte, hat die Gesundheitsbehörde nun Entwarnung gegeben. (Symbolfoto)  © Sebastian Gollnow/dpa

Knapp zwei Millionen Tests des koreanischen Herstellers SD Biosensor seien für Schulen und Kitas beschafft worden, berichtete die Welt am Mittwoch.

Die Gesundheitsbehörde bestätigte, dass die Reagenzflüssigkeit eine giftige Substanz enthalte. "Das ist aber nicht etwas, mit dem man physisch in Berührung kommt", sagte Behördensprecher Martin Helfrich.

Lediglich der Tupfer werde nach dem Entnehmen der Probe aus der Nase in die Flüssigkeit getaucht. Von dieser würden dann nur wenige Tropfen in die Testkassette gegeben.

Corona in Bayern: Neue Zahlen für München und den Freistaat
Coronavirus Corona in Bayern: Neue Zahlen für München und den Freistaat

Der Test sei vom Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassen. Die bestellten Exemplare seien in Hamburg an Schüler und Lehrer sowie an Kita-Personal ausgegeben worden. Inzwischen seien weitere Chargen ohne die Substanz eingetroffen.

Der SARS-CoV-2 Rapid Antigen Test wird von Roche Diagnostics vertrieben. Ein Sprecher der Sars-Cov-2-Hotline des Unternehmens sagte, auf dem Beipackzettel werde allgemein auf Gefahrstoffe hingewiesen.

"Die Schnelltests sind geprüft und gesundheitlich unbedenklich", betonte der Sprecher der Hamburger Schulbehörde, Peter Albrecht. Neben der Freigabe durch das Bundesamt hätten die an Schulen eingesetzten Tests auch eine vom Paul-Ehrlich-Institut zusätzlich durchgeführte Evaluierung bestanden.

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

Mehr zum Thema Coronavirus: