Gottesdienste zu Ostern in Bayern: Corona sorgt für Veränderungen

München - Aufgrund der Coronavirus-Krise in Deutschland und natürlich auch im Freistaat Bayern ändert sich in diesem Jahr einiges: Traditionelle Palmprozessionen fallen wegen der Pandemie vielerorts aus.

Im Münchner Liebfrauendom soll die Feier der Osternacht mit Kardinal Reinhard Marx (67) nach dem bisherigen Plan um 21 Uhr beginnen.
Im Münchner Liebfrauendom soll die Feier der Osternacht mit Kardinal Reinhard Marx (67) nach dem bisherigen Plan um 21 Uhr beginnen.  © Tobias Hase/dpa

Am Münchner Liebfrauendom etwa wird es am Palmsonntag nicht wie üblich eine Prozession um den Dom und eine Segnung von Palmzweigen am Dombrunnen geben, wie das Erzbistum München und Freising entsprechend mitteilte. Die Segnung der Palmzweige finde dafür im Dom statt.

Anders als im vergangenen Jahr sind aber öffentliche Gottesdienste erlaubt - unter strikten Zugangsbeschränkungen und Maßnahmen.

Im Rahmen der Infektionsschutzmaßnahmen-Verordnung könnten Ostergottesdienste stattfinden, sie sollen "weiterhin uneingeschränkt zulässig" sein, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (49, CSU) nach einem Gespräch mit Vertretern der christlichen Kirchen und dem Landesverband der israelitischen Kultusgemeinden.

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An Präsenz-Gottesdiensten können weniger Menschen als sonst teilnehmen, teils ist eine vorherige Anmeldung zu diesen nötig.

Im Münchner Dom sollen etwa zum Pontifikalamt und zu den Karmetten mit Kardinal Reinhard Marx (67) laut erzbischöflichem Ordinariat 130 Menschen zugelassen sein.

Sonst kommen dort zu Weihnachten und Ostern weit über 1000 Gläubige. Um mehr Menschen die Teilnahme zu ermöglichen, werden viele Gottesdienste live im Internet übertragen - das hat auch die Staatsregierung empfohlen.

Osternacht von Karsamstag auf Ostersonntag: Mögliche Ausgangssperren sind entscheidend

Bei der Messe vom Letzten Abendmahl im Liebfrauendom ist aufgrund der Pandemiemaßnahmen auch die traditionelle Fußwaschung gestrichen. Wie es in der Osternacht von Karsamstag auf Ostersonntag aussieht, hängt davon ab, ob es in der Region eine Ausgangssperre gibt.

Dann sind die Gottesdienste so anzusetzen, dass Besucher vor Beginn der Ausgangssperre zu Hause sein können oder erst nach Ende der Ausgangssperre daheim aufbrechen müssen. Traditionell feiern die Gläubigen die Auferstehung Jesu Christi am späten Abend des Karsamstags oder am frühen Morgen des Ostersonntags.

Im Münchner Liebfrauendom soll die Feier der Osternacht mit Kardinal Marx nach dem bisherigen Plan um 21 Uhr beginnen. Der Erzbischof will während des Gottesdienstes sechs Erwachsene taufen.

Titelfoto: Tobias Hase/dpa

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