"Lief nicht gut": Von Terror betroffener Kiez-Döner in Halle stellt Betrieb ein

Halle (Saale) - Der von dem rechtsextremen Terroranschlag in Halle betroffene "Kiez"-Döner hat sein Geschäft eingestellt.

Der "Kiez"-Döner in Halle musste nun wegen der Corona-Krise schließen.
Der "Kiez"-Döner in Halle musste nun wegen der Corona-Krise schließen.  © Alexander Prautzsch/dpa

Die Corona-Krise habe dazu geführt, dass der Betrieb schließen musste, bestätigte der ehemalige Inhaber Izzet Cagac am Montagabend. Er hatte den Imbiss ehemaligen Angestellten geschenkt, die während des Anschlags dort gearbeitet hatten (TAG24 berichtete). Zuvor hatte der "Spiegel" über die Schließung berichtet.

In einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin erläutert einer der jetzigen Betreiber, Ismet Tekin, die Hintergründe der Geschäftsaufgabe. 

"Im neuen Jahr kamen nur wenige Gäste, das Geschäft lief nicht gut. Und jetzt mit Corona ist es noch schlimmer", sagt Tekin. Demnach hat der Laden bereits seit zwei Wochen geschlossen. Er habe sich bereits beim Jobcenter wegen eines Hartz-IV-Antrags gemeldet.

Bereits im Februar war bekannt geworden, dass der Laden finanzielle Probleme hatte. Damals hieß es, dass um den Laden "gekämpft" werde.

"Kiez"-Döner in Halle: 20-Jähriger stirbt bei Terroranschlag

Der "Kiez"-Döner war am 9. Oktober vorigen Jahres in der Nähe der Synagoge der Jüdischen Gemeinde Halle zum zweiten Tatort eines Terroranschlags geworden. 

Der Täter beschoss den Laden und tötete einen 20 Jahre alten Gast. 

Zuvor hatte er vergeblich versucht, in die Synagoge zu gelangen.

Titelfoto: Alexander Prautzsch/dpa

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