Erstes Corona-Testzentrum in Hamburg startet Betrieb!

Hamburg – In Hamburg hat das erste Corona-Testzentrum für Autofahrer seinen regulären Betrieb aufgenommen. 

Eine Mitarbeiterin des Gesundheitsamtes übergibt ihre Kollegin in einem Corona Testzentrum ein Abstrichtupfer mit Röhrchen.
Eine Mitarbeiterin des Gesundheitsamtes übergibt ihre Kollegin in einem Corona Testzentrum ein Abstrichtupfer mit Röhrchen.  © Daniel Karmann/dpa

Bis auf Weiteres wollen Allgemeinmediziner Gregor Brinckmann und etwa 40 weitere Kollegen aus dem Stadtteil Bergedorf dort ihre Patienten unkompliziert auf das neuartige Coronavirus testen. 

Patienten mit einer Überweisung von einem der Hausärzte können zunächst werktags, von 15 bis 18 Uhr, mit dem Auto vorbeikommen. 

In dem Testzentrum zum Durchfahren können sie dann weitgehend kontaktlos zu den Ärzten und Helfern den Abstrich in Mund und Nase selbst übernehmen. 

Am Ende des Weges werfen sie ihr Tütchen mit dem Röhrchen in einen Behälter und der Abstrich geht ins Labor.

"Uns geht es vor allem darum, Strukturen aufzubauen. Es kann sein, dass wir sie bald nicht mehr brauchen. Aber falls nötig, können wir sie schnell hochfahren, damit wir einer Entwicklung nicht hinterherhecheln müssen", sagte Brinckmann der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg.

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Mediziner und ihre Helfer auf der Teststrecke nur wenig Schutzkleidung benötigen - anders als bei einem Test in der Praxis. "Wir können im Testzentrum extrem materialschonend arbeiten. Es sind nur Handschuhe nötig", so Brinckmann. Zudem werden die Praxen enorm entlastet. Die täglich bislang drei Teststunden in Bergedorf übernehmen die Ärzte des Ortsteils komplett ehrenamtlich. Möglich sind etwa 100 Tests am Tag.

Die Gesundheitsbehörde unterstützt den Modellversuch - obwohl sie die Notwendigkeit derzeit nicht sieht. "Wir haben weitere Ideen für Testzentren in der Schublade. Die könnten wir auch umsetzen. Nach Absprache mit der Kassenärztlichen Vereinigung ist das aber derzeit nicht nötig, weil wir mit den Tests eigentlich zurechtkommen", sagte ein Behördensprecher dazu. In der Stadt werden täglich etwa 3.500 Menschen getestet.

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa

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