Erstmals brasilianische Variante des Coronavirus in Hamburg nachgewiesen

Hamburg - In Hamburg wurde erstmals die brasilianische Variante des Coronavirus nachgewiesen.

Eine Krankenschwester führt einen Corona-Schnelltest durch.
Eine Krankenschwester führt einen Corona-Schnelltest durch.  © Marijan Murat/dpa

Es gebe zudem einen weiteren Fall mit Verdacht auf die Mutante B.1.1.28, teilte die Gesundheitsbehörde am Dienstag in ihrem wöchentlichen Corona-Briefing mit.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) könnte die brasilianische Variante ansteckender sein. Angenommen wird zudem, dass die Antikörper von Genesenen und Geimpften gegen die auch P.1 genannte Mutante weniger wirksam sind.

Die Gesundheitsbehörde meldete außerdem einen Nachweis der südafrikanischen Variante B.1.351 und 16 weitere Verdachtsfälle. Allerdings hatte die Behörde schon in der Vergangenheit das Auftreten dieser Mutante bestätigt, die Angaben später aber wieder zurückgenommen.

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Die britische Variante B.1.1.7 ist laut Behörde bislang in 337 Fällen in Hamburg bestätigt worden. Das sind 92 Fälle mehr als in der Vorwoche. In weiteren 2346 Fällen bestehe der Verdacht auf diese Mutationsform.

Nach RKI-Angaben beträgt der Anteil dieser Variante deutschlandweit über 70 Prozent.

Zahl der Corona-Patienten sinkt

Eine Pflegekraft wird im Rahmen der Mitarbeiter-Impfung im Krankenhaus geimpft.
Eine Pflegekraft wird im Rahmen der Mitarbeiter-Impfung im Krankenhaus geimpft.  © Kay Nietfeld/dpa

Trotz der Dominanz dieser als gefährlicher geltenden Mutante sank die Zahl der Corona-Patienten in den Hamburger Krankenhäusern im Vergleich zur Vorwoche.

Am Montag wurden in 17 Krankenhäusern 237 Patienten stationär behandelt, 83 von ihnen auf Intensivstationen, wie die Behörde weiter mitteilte. Am Montag vergangener Woche hatten 262 Erkrankte im Krankenhaus gelegen, 101 von ihnen auf Intensivstationen.

In den Hamburger Pflegeeinrichtungen sind zurzeit nur noch 14 Bewohner und 18 Beschäftige infiziert. In der ersten Januarhälfte waren noch rund 660 Bewohner und mehr als 330 Mitarbeiter von 65 Pflegeeinrichtungen betroffen gewesen,

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Auch die Zahl der an oder mit dem Virus Gestorbenen ist rückläufig. Während das RKI für den gesamten Monat Februar noch 267 Corona-Tote gemeldet hatte, sind es im laufenden Monat erst 85. Die Verstorbenen sind nach Angaben der Behörde nach wie vor allem Ältere und Hochbetagte.

Die Alterssegmente der Infizierten unter 60 lägen jeweils bei deutlich unter einem Prozent der Todesfälle.

Titelfoto: Marijan Murat/dpa

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