Impfstoff-Verteilung: Plan International hat klare Forderung!

Hamburg - Die Kinderrechtsorganisation Plan International hat von der Bundesregierung gefordert, sich stärker für eine weltweit gerechte Verteilung der Impfstoffe gegen das Coronavirus einzusetzen.

Maike Röttger, Geschäftsführerin von Plan International, fordert eine weltweit gerechte Verteilung von Impfstoffen.
Maike Röttger, Geschäftsführerin von Plan International, fordert eine weltweit gerechte Verteilung von Impfstoffen.  © Georg Wendt/dpa

"Wir wissen von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor Ort, dass die Sorge der Menschen groß ist, beim Zugang zu Impfstoffen abgehängt zu werden", sagte Plan-Geschäftsführerin Maike Röttger in Hamburg.

"Die Krankheit lässt sich nur dann eindämmen, wenn sich alle Menschen auf der Welt nachhaltig davor schützen können", so Röttger.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie seien für alle Menschen fatal, sagte Röttger. "Doch vor allem für unzählige Mädchen und junge Frauen in Entwicklungsländern sind die Gefahren ungleich größer".

Sie seien durch die Ausgangsbeschränkungen einem extrem hohen Risiko ausgesetzt, Opfer häuslicher oder sexueller Gewalt zu werden. "Zudem steigt die Gefahr, dass sie noch minderjährig und gegen ihren Willen verheiratet werden", berichtete Röttger.

Auch schon vor der Pandemie hätten viele Mädchen in Entwicklungsländern nur geringe Chancen auf eine Schulbildung gehabt. Die Schließung von Schulen habe dieses Problem verstärkt.

Titelfoto: Georg Wendt/dpa

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