Grote entschuldigt sich für "Corona-Party" und lehnt Rücktritt ab

Hamburg – Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) hat sich im Innenausschuss der Bürgerschaft erneut für den trotz Corona-Krise organisierten Empfang zu seiner Wiederernennung entschuldigt. 

Andy Grote (SPD) lehnt einen geforderten Rücktritt ab.
Andy Grote (SPD) lehnt einen geforderten Rücktritt ab.  © Christian Charisius/dpa

Einen von der Opposition geforderten Rücktritt lehnte er allerdings ab. Natürlich stelle man sich die Frage, ob man dem Amt gerecht werden kann, sagte am Donnerstagabend. "Und das glaube ich schon."

Erneut wies er Vorwürfe zurück, sich mit dem Treffen nach seiner Vereidigung vor gut zwei Wochen über geltende Corona-Regeln hinweggesetzt zu haben. 

Die Corona-Eindämmungsverordnung habe es durchaus erlaubt, dass er sich mit rund 30 Freunden zu einem gemeinsamen Gastronomiebesuch für "ein Getränk auf Abstand" verabredet habe. "Das ist der Rahmen, der durchaus besteht. Und das ist der Rahmen, der - wenn man sich in der Stadt umsieht - auch von vielen genutzt wird."

Dennoch sei das Treffen ein Fehler gewesen, weil der Eindruck entstanden sei, dass ausgerechnet der Innensenator sich über geltende Regeln hinweggesetzt habe. "Ich entschuldige mich dafür, dass dieses Treffen stattgefunden hat."

Vertreter der Opposition wiesen die Entschuldigung mangels Einsicht erneut zurück. Durch sein Verhalten fehlten dem Innensenator Glaubwürdigkeit und Autorität, um künftig für die Durchsetzung der Corona-Regeln zu sorgen.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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