Coronavirus: Zahl der Infizierten im Norden steigt! Jetzt gelten Verbote

Hamburg – Der Coronavirus breitet sich weiter im Norden aus: In Hamburg sind 13 neue Fälle des neuartigen Coronavirus bestätigt worden, in Niedersachsen sind es 11. Schleswig Holstein hat ein Verbot für Großveranstaltungen ausgesprochen.

Eine Labormitarbeiterin untersucht Proben auf dem Coronavirus. (Archivbild)
Eine Labormitarbeiterin untersucht Proben auf dem Coronavirus. (Archivbild)  © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Damit seien in der Hansestadt nun insgesamt 35 Menschen nachweislich an Covid-19 erkrankt, sagte Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) am Dienstag bei der Landespressekonferenz in Hamburg.

Die zuständigen Gesundheitsämter hätten alle notwendigen Maßnahmen ergriffen. Die betroffenen Personen befänden sich mit grippeähnlichen Symptomen in häuslicher Isolation.

"Alle Kontaktpersonen werden ermittelt und informiert und sofern es sich um Kontaktpersonen mit hohem Ansteckungsrisiko der Kategorie I handelt, getestet und isoliert", teilte der Senat mit.

Auch in Niedersachsen ist die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus abermals gestiegen. 

Nach 38 Fällen am Montagabend stieg die Zahl der nachweislich Infizierten bis zum Dienstagvormittag auf 49, wie das Gesundheitsministerium in Hannover online bekanntgab. 

Noch nicht in der Statistik enthalten sind vier neue Fälle im Landkreis Stade, wie ein Sprecher des Landesgesundheitsamtes erklärte. 

Nach Angaben des Landkreises wurden vier Frauen im Alter von 27, 37, 41 und 48 Jahren positiv auf Sars-CoV-2 getestet. Damit stieg die Zahl der Fälle im Landkreis Stade auf 11.

Neue laborbestätigte Covid-19-Erkrankungen gab es außerdem in den Landkreisen Aurich, Friesland, Grafschaft Bentheim sowie in Oldenburg und Wilhelmshaven.

Veranstaltungen untersagt

In Schleswig-Holstein sind bereits drastische Maßnahmen getroffen worden.

Die Landesregierung wird Veranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen wegen des Coronavirus untersagen.

Das habe das Kabinett am Dienstag auf Vorschlag von Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) beschlossen, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums der Deutschen Presse-Agentur.

Der Erlass sollte noch am Dienstag auf den Weg gebracht werden.

Schulen und Kitas fernbleiben

Ferienrückkehrer aus Corona-Risikogebieten sollen den Hamburger Schulen und Kitas am kommenden Montag fernbleiben. 

Dies gelte sowohl für Schüler und Kitakinder als auch für Lehrer und anderes Schul- oder Kitapersonal, sagte Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) am Dienstag. So solle das Infektionsrisiko nach dem Ferienende verringert werden.

Kitakinder und Schüler sollen die Einrichtungen 14 Tage lang nicht besuchen. "Sie sollen zu Hause bleiben und unnötige Kontakte vermeiden", sagte die Senatorin. 

Die 14 Tage zählen ab dem Tag der Ausreise aus einem vom Robert-Koch-Institut als Risikogebiet eingestuftem Gebiet. Grundlage für diese Maßnahme soll eine Allgemeinverfügung der Gesundheitsbehörde im Rahmen des Infektionsschutzgesetzes sein. 

Bei Verstößen drohen Bußgelder.

Titelfoto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

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