Corona-Zeit auf St. Pauli: Sex mit Maske und in "abstandswahrenden" Stellungen?

Hamburg – Bei einem Tag der offenen Tür haben Hamburger Sexarbeiterinnen aus der Herbertstraße auf St. Pauli ein eigenes Konzept für die Corona-Zeit vorgestellt.

Ein Prostituierte verdeckt mit einer Mund-Nasen-Maske an ihrem Arbeitsplatz ihr Gesicht.
Ein Prostituierte verdeckt mit einer Mund-Nasen-Maske an ihrem Arbeitsplatz ihr Gesicht.  © Markus Scholz/dpa

Mit Masken, Kondomen, strikten Hygieneregeln und abstandswahrenden Sexstellungen könnten ihre Dienstleistungen ohne erhöhtes Infektionsrisiko angeboten werden, sagten am Donnerstag Mitglieder der Gruppe "Sexy Aufstand Reeperbahn".

Gefordert wird in diesem Zusammenhang eine Wiederzulassung des Bordellbetriebs. 

Der zuständige Leiter des Bezirksamts Mitte, Falko Droßmann (SPD), äußerte Verständnis. 

Durch das coronabedingte Verbot verlagere sich das Sexgeschäft in die Illegalität. "Aber die einzigen, die es sauber machen, die es legal machen, die sozialversichert sind und es freiwillig machen, die dürfen nicht", erklärte Droßmann.


Bereits am vergangenen Samstag waren auf St. Pauli rund 400 Prostituierte und Bordellbetreiberinnen und -betreiber aus ganz Deutschland auf der Hamburger Reeperbahn auf die Straße gegangen, um gegen die Schließung der Bordelle zu demonstrieren (TAG24 berichtete).

Titelfoto: Markus Scholz/dpa

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