Hamburg vor Corona-Gipfel bei Lockerungen zurückhaltend

Hamburg - Vor der Bund-Länder-Runde zur Corona-Lage am Mittwoch bleibt das Infektionsgeschehen in Hamburg nach Einschätzung des Senats kritisch.

Hamburg hat erst kürzlich die Maskenpflicht ausgeweitet. Sie gilt unter anderem am Hafen.
Hamburg hat erst kürzlich die Maskenpflicht ausgeweitet. Sie gilt unter anderem am Hafen.  © Markus Scholz/dpa

"Die Zahl der Neuinfektionen steigt, die Inzidenz steigt", sagte Sprecher Marcel Schweitzer am Dienstag. Dennoch sei auch Hamburg an weiteren Öffnungsschritten "interessiert".

Die Sieben-Tage-Inzidenz - also die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche - stieg am Dienstag auf 81,5. 183 Corona-Neuinfektionen kamen hinzu.

Eine Strategie für weitere Öffnungen ja, "aber eine solche Strategie muss sicher sein", sagte Schweitzer. Mit Spannung erwarte man deshalb Ausführungen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) zu den angekündigten kostenlosen Schnelltests. Hamburg sei für eine Teststrategie "im Grunde gut aufgestellt".

Zudem habe der Senat Gespräche aufgenommen, um gegebenenfalls eigene Schnelltests zu beschaffen.

"Denn wir brauchen sehr, sehr viele, um Öffnungen vornehmen zu können", fügte Schweitzer hinzu.

Immer mehr Virusmutanten in Hamburg

Im Labor werden Proben auf das Coronavirus untersucht.
Im Labor werden Proben auf das Coronavirus untersucht.  © Andreas Arnold/dpa

Unterdessen steigt in der Stadt auch die Zahl der Fälle mit der ansteckenderen britischen Virusvariante. Seit Montag kamen 32 Fälle hinzu, sodass nun insgesamt 87 durch eine Genomsequenzierung belegt seien.

Die südafrikanische Variante sei in 3 Fällen nachgewiesen worden. Zudem gebe es 847 Verdachtsfälle auf Virusmutanten.

Seit Beginn der Pandemie infizierten sich nach Angaben der Gesundheitsbehörde in Hamburg insgesamt 52.232 Menschen mit dem Virus. 47.100 gelten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen.

Die Zahl der Menschen, die an oder mit dem Virus starben, stieg um 6 auf 1278. In den Hamburger Kliniken wurden am Montag 269 Corona-Patienten behandelt, davon 85 auf Intensivstationen. Seit Freitag sank die Gesamtzahl der Patienten damit um 13, die der Intensivpatienten stieg hingegen um 4.

Bis Dienstagmorgen seien in Hamburg 156.500 Impfdosen verabreicht worden, sagte Schweitzer. Das entspreche einer Impfquote von 5,6 Prozent bei den Erst- und 2.9 Prozent bei den Zweitimpfungen.

Titelfoto: Markus Scholz/dpa

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