Wegen Corona: Hamburgs Gesundheitsbehörde empfiehlt Kontakttagebuch

Hamburg - Die Gesundheitsbehörde in Hamburg hat dazu aufgerufen, ein Kontakttagebuch zu führen, um im Falle einer unbemerkten Ansteckung mit dem Coronavirus dennoch alle Kontakte nachvollziehen zu können.

Die Hamburger Gesundheitsbehörde hat zur Führung eines Kontakttagebuchs aufgerufen. (Symbolfoto)
Die Hamburger Gesundheitsbehörde hat zur Führung eines Kontakttagebuchs aufgerufen. (Symbolfoto)  © Sebastian Gollnow/dpa

Ein solches Tagebuch helfe dabei, im Ernstfall alle nötigen Kontakte schnell an das Gesundheitsamt weitergeben zu können, teilte die Behörde am Sonntag mit. Dabei gehe es nicht darum, alltägliche Kontakte mit der Familie, den direkten Kolleginnen und Kollegen im Büro oder den Mitschülern zu notieren. 

Im Vordergrund stünden Anlässe, Treffen oder Situationen, bei denen ein unvermeidlicher Kontakt mit anderen Menschen auf engem Raum entstehe. 

Nach Ansicht der Behörde ist der Aufwand dafür in der gegenwärtigen Situation, in der Kontakte möglichst ohnehin reduziert sein sollten, überschaubar.

Zudem sind den Angaben zufolge einige Anpassungen an der seit dem 2. November gültigen Corona-Eindämmungsverordnung vorgenommen worden. 

Unter anderem müssen nun auch Hafenrundfahrten, Stadtrundfahrten und vergleichbare Fahrten zu touristischen Zwecken unterbleiben. Seniorentreffpunkte und Seniorengruppen gehören nun auch zu den Einrichtungen, die nicht mehr für den Publikumsverkehr öffnen können.

Gesunheitssenatorin Melanie Leonhard empfiehlt, auf Kontakte zu verzichten

Hamburgs Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (43, SPD) empfiehlt der Bevölkerung, auf Kontakte zu verzichten.
Hamburgs Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (43, SPD) empfiehlt der Bevölkerung, auf Kontakte zu verzichten.  © Georg Wendt/dpa

Konkretisiert wurde zudem, dass Angebote der Freizeitgestaltung und Hobbyausübung auch untersagt sind, wenn sie bei Bildungseinrichtungen angeboten werden. Im Lehrplan vorgesehene sportliche Betätigung als Teil schulischer, akademischer oder beruflicher Bildung sei aber weiter zulässig.

"Es liegen noch einige Wochen vor uns, in denen wir alle uns etwas einschränken. Das ist kein Selbstzweck, sondern ein Akt der Solidarität", sagte Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD). 

"Neben den Dingen, die per Verordnung untersagt sind, sollten wir auch andere Kontakte daraufhin überprüfen, ob sie erforderlich sind – und im Zweifel in den kommenden Wochen darauf verzichten".

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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