Neue Corona-Verordnung tritt in Kraft: Das gilt jetzt in Hamburg!

Hamburg – Die neue Corona-Verordnung des Hamburger Senats tritt am Montag (0 Uhr) in Kraft!

Polizisten sprechen in der Hamburger Innenstadt Passanten an, die ohne eine Mund-Nase-Bedeckung unterwegs sind. (Archivbild)
Polizisten sprechen in der Hamburger Innenstadt Passanten an, die ohne eine Mund-Nase-Bedeckung unterwegs sind. (Archivbild)  © Markus Scholz/dpa

Mit der Verfügung verlängert der Senat den Lockdown bis zum 18. April. Die meisten Regeln bleiben unverändert gültig. Es gibt aber kleinere Änderungen. Aufgrund eines Gerichtsurteils hat der Senat das Mitte Dezember eingeführte Verbot von Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit weitgehend aufgehoben.

Das bislang flächendeckende Trinkverbot wird nun zeitlich auf bestimmte Orte beschränkt. Betroffen sind Straßen, Plätze und Parks, wo es nach Erkenntnissen der Polizei zu Menschenansammlungen mit gemeinschaftlichem Alkoholkonsum kommt.

Dazu zählen etwa der Sternschanzen- und der Jenischpark sowie der Hans-Albers-Platz an der Reeperbahn und der Ballindamm vor der Europapassage.

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Die Maskenpflicht wird verschärft. Sie gilt nun auch für Mitfahrer in Autos, aber nicht für den Fahrer selbst. Wenn die Insassen zum selben Haushalt gehören, sind sie von der Pflicht befreit. Eine Mund-Nasen-Bedeckung ist weiterhin auch an zahlreichen belebten Orten im Freien vorgeschrieben.

Die seit dem 20. März geltende "Notbremse" bleibt unverändert. Weiterhin dürfen sich die Angehörigen eines Haushalts mit nur einer weiteren Person treffen. Kinder werden dabei nicht mitgezählt.

Auch die meisten Geschäfte bleiben geschlossen, sofern sie nicht Güter des täglichen Bedarfs, Bücher oder Blumen verkaufen. Schulen und Kitas halten ihr eingeschränktes Angebot aufrecht. Die Kinder und Beschäftigten müssen aber häufig Schnelltests machen.

Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 148,4

Blick auf die Große Freiheit. Der Lockdown ist bis zum 18. April verlängert worden. (Archivbild)
Blick auf die Große Freiheit. Der Lockdown ist bis zum 18. April verlängert worden. (Archivbild)  © Daniel Bockwoldt/dpa

Zur Verfolgung des Infektionsniveaus und zur besseren Lokalisierung von Corona-Infektionen will Hamburg zudem ein Abwassermonitoring auf den Weg bringen.

Ein entsprechender Antrag werde zur kommenden Bürgerschaftssitzung eingereicht, teilte die Grünen-Fraktion am Sonntag mit. Da sich genetische Reste des Coronavirus im Abwasser nachweisen lassen und die Konzentration dieser Reste dabei in Beziehung zur Zahl der Corona-Fälle im jeweiligen Einzugsgebiet steht, könne ein Monitoring als Frühwarnsystem genutzt werden.

Unterdessen stieg die Sieben-Tage-Inzidenz - also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen 7 Tagen - in Hamburg auf 148,4. Am Samstag war der Wert noch mit 144,1 angegeben worden.

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Das Robert Koch-Institut wies am Samstag eine Inzidenz von 137 für Hamburg aus. Die Gesundheitsbehörde meldete am Sonntag 252 Neuinfektionen. Das sind 235 weniger neue Fälle als am Samstag und 65 mehr als am Sonntag vor einer Woche.

In den Krankenhäusern der Hansestadt wurden nach Behördenangaben mit Stand Freitag 274 Patienten behandelt. 86 Covid-19-Kranke lagen auf Intensivstationen. Die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie in Hamburg an oder mit dem Coronavirus gestorben sind, lag bei 1372.

Seit Ausbruch der Pandemie haben sich den Angaben der Behörde zufolge nachgewiesenermaßen 59.990 Hamburger mit Sars-CoV-2 infiziert. 52.500 von ihnen gelten inzwischen als genesen.

Titelfoto: Markus Scholz/dpa

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