Handel kritisiert 2G-Regel scharf: So hoch schätzt die Branche ihre Einbußen ein

Berlin - Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat scharfe Kritik an der geplanten Einführung der 2G-Regel in weiten Teilen des Einzelhandels geübt.

Für Ungeimpfte ist im Einzelhandel kein Platz mehr.
Für Ungeimpfte ist im Einzelhandel kein Platz mehr.  © Christophe Gateau/dpa

Bund und Länder versuchten, "auf dem Rücken des Handels die Versäumnisse in der staatlichen Impfkampagne zu kaschieren", sagte der HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth am heutigen Donnerstag in Berlin.

Den betroffenen Händlern drohten nun massive Umsatzrückgänge. Ausgenommen von der Verschärfung sind Läden des täglichen Bedarfs, also etwa Supermärkte. Bei 2G haben nur Geimpfte und Genesene Zutritt.

"Es ist nicht nachvollziehbar, dass die Politik trotz funktionierender Hygienekonzepte und der Maskenpflicht nun im Einzelhandel 2G einführt. Damit werden viele Handelsunternehmen aus rein symbolischen Gründen in ihrer umsatzstärksten Zeit massiv eingeschränkt", sagte Genth.

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Vielen betroffenen Läden drohten durch die Neuregelung erhebliche Umsatzeinbußen von bis zu 50 Prozent.

Fixkostenzuschüsse reichen laut Genth bei weitem nicht aus

Der HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.
Der HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.  © Annegret Hilse/Reuters/POOL/dpa

Die Schlangen vor den Kontrollen an den Ladentüren würden viele Kundinnen und Kunden abschrecken.

Erhebliche Umsatzanteile dürften sich in den Online-Bereich verschieben, warnte Genth. Der HDE forderte deshalb eine Aufstockung der Hilfen für die betroffenen Händler.

"Die Bundesregierung muss die drohenden Verluste bei vielen stationären Händlern jetzt konsequent auffangen. Die bisherigen Fixkostenzuschüsse reichen dafür bei weitem nicht aus", sagte Genth.

Titelfoto: Bildmontage: Christophe Gateau/dpa/Annegret Hilse/Reuters/POOL/dpa

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