Forscher: Ohne Corona-Pandemie hätte Deutschland Klimaziel verfehlt

Hannover – Der derzeitige reduzierte CO2-Ausstoß wird nach Berechnung von Forschern aus Hannover nicht automatisch zum langfristigen Erreichen der Klimaziele führen. 

Wasserdampf steigt aus den Kühltürmen eines Braunkohlekraftwerkes. (Archivbild)
Wasserdampf steigt aus den Kühltürmen eines Braunkohlekraftwerkes. (Archivbild)  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Ohne die Corona-Pandemie hätte Deutschland dieses Ziel mit einer Reduktion von lediglich 37 Prozent verfehlt, teilte die Hochschule Hannover am Montag mit. 

Die Bundesregierung hatte sich 2007 zu einer 40-prozentigen Minderung der deutschen Treibhausgas-Emissionen bis 2020 gegenüber 1990 verpflichtet.

Die Wissenschaftler hatten mehrere Szenarien entwickelt. Sie erwarten demnach, dass bei einem zweimonatigen Shutdown die Emissionen bundesweit um etwa 40 Millionen Tonnen CO2 gegenüber 2019 sinken. 

Bei einem zweiten Lockdown aufgrund einer zweiten Infektionswelle wären Einsparungen von weiteren rund 71 Millionen Tonnen CO2 möglich.

Bei einem nachhaltigen, klimabewussten Verhalten seien sogar schon bei nur einem zweimonatigen Lockdown Einsparungen von bis zu 75 Millionen Tonnen CO2 möglich, hieß es. 

Der Leiter des Instituts für Verfahrenstechnik, Energietechnik und Klimaschutz, Ulrich Lüdersen, sagte: "Die Corona-Pandemie und deren Auswirkungen können bei einer sinnvollen und gelenkten Strukturförderung eine Chance für den Klimaschutz und die Reduzierung von CO2-Emissionen sein."

Titelfoto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

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