Coronavirus: Schulen in NRW-Kreis bleiben bis 15. März geschlossen

Heinsberg/Düsseldorf –  Die Schulen und Kindertagesstätten im Kreis Heinsberg bleiben bis mindestens 15. März geschlossen. 

Im Kreis Heinsberg bleiben Schulen und Kitas bis mindestens 15. März geschlossen (Archivbild).
Im Kreis Heinsberg bleiben Schulen und Kitas bis mindestens 15. März geschlossen (Archivbild).  © Jonas Güttler/dpa

Das teilte Landrat Stephan Pusch am Donnerstagabend in einer Videobotschaft mit. Die stetig steigenden Infektionszahlen im Kreis ließen keine andere Möglichkeit zu. 

"Kein Mensch kann uns zur Zeit sagen, ob es nicht gerade jetzt vielleicht so ein Punkt ist, wo wir, wenn wir weiter konsequent bleiben, und weiterhin die Dinge tun, die wir bisher tun, dass wir dann schnellstmöglich an den Punkt kommen, wo die Fallzahlen auch wieder zurückgehen."

Am Donnerstagabend lagen im Kreis Heinsberg nach Angaben der Pressestelle des Kreises 195 laborbestätigte Fälle einer Infektion mit Sars-CoV-2 vor. 

Nordrhein-Westfalen ist derzeit das am stärksten vom Virus betroffene Bundesland. Am Donnerstag stieg die Zahl der bestätigten Infektionen auf über 300. Landesweite Schulschließungen wie in Italien sind jedoch vorerst nicht geplant (TAG24 berichtete).

Im Kampf gegen das Coronavirus werden in immer mehr Städten in NRW Diagnosezentren eröffnet. Zuletzt kamen Anlaufstellen in Bochum und Detmold hinzu. Weitere Zentren gibt es in Düsseldorf, Köln, Gangelt und Kleve.

In den Diagnostikstellen können sich Patienten direkt auf das neuartige Virus testen lassen. Durch diesen Schritt sollen dort Hausarztpraxen entlastet und deren Personal geschützt werden.

Update, 9.12 Uhr: Schule sollte trotz Corona-Falls öffnen, aber kaum ein Lehrer kommt

Per Abstrich können Patienten auf das Coronavirus getestet werden.
Per Abstrich können Patienten auf das Coronavirus getestet werden.  © Sebastian Gollnow/dpa

Ungewöhnlicher Vorgang an einer Düsseldorfer Gesamtschule: Nachdem bei einer Lehrerin das neuartige Coronavirus nachgewiesen wurde, sollte der Schulbetrieb weiter gehen. Dann meldeten sich aber so viele Lehrer krank, dass die Schule am Freitag dicht bleiben musste.

Am Mittwoch hatte die Dieter-Forte-Gesamtschule auf ihrer Internetseite mitgeteilt: "Bei einer Lehrerin unserer Schule ist das Coronavirus Sars-CoV-2 nachgewiesen worden." 

Nach intensiver Prüfung habe das Gesundheitsamt aber entschieden, dass nur Schüler einer Lerngruppe und einige Kontaktpersonen zu Hause bleiben sollen: "Der Unterrichtsbetrieb läuft also weiter."

Einen Tag später, am Donnerstag, schrieb die Schulleitung im Internet dann: "Aufgrund einer hohen Zahl an erkrankten Lehrkräften kann der planmäßige Unterricht am Freitag, den 06.03.2020, nicht organisiert werden. Die Schülerinnen und Schüler haben daher einen häuslichen Studientag - Unterricht in der Schule findet nicht statt."

Wie viele Lehrer sich krank gemeldet haben und wann der Schulbetrieb wieder aufgenommen werden kann, blieb zunächst unklar.

Titelfoto: Jonas Güttler/dpa

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