Helfen Memes gegen Corona? Neue Studie sagt: Ja!

Netz - Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben ein neues Mittel im Kampf gegen das Coronavirus gefunden: Internet Memes!

Beispiele für Corona Memes, die auf dem Instagram Account @elhotzo (links) und der Webseite debeste.de geteilt wurden. In der Studie wurden allerdings Memes mit Tieren benutzt.
Beispiele für Corona Memes, die auf dem Instagram Account @elhotzo (links) und der Webseite debeste.de geteilt wurden. In der Studie wurden allerdings Memes mit Tieren benutzt.  © Screenshot/elhotzo/Instagram Screenshot/DEBESTE.de

Forscherinnen und Forscher der Penn State University in Pennsylvania haben kürzlich eine neue Studie publiziert, aus der hervorgeht, dass Corona-Memes Stress und Angst gegenüber der Pandemie lindern sowie zur Informationsvermittlung dienen können.

Generell sollen Menschen, die sich lustige Memes anschauen und dabei positive Emotionen erleben, danach besser mit Stress umgehen können.

Jessica Myrick, Mitverfasserin der Studie, sagte gegenüber NBC News, dass Memes selbstverständlich Corona-Stress nicht komplett wegwischen, aber doch eine direkte Verbindung zwischen positiven Emotionen durch Memes und einem besseren Umgang mit Stress gefunden wurde.

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Den 748 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Studie wurden dafür drei Arten von Bildern gezeigt: Farbige Hintergründe mit Text, ähnlich wie bei Facebook-Posts, niedliche Tier-Memes und niedliche Tier-Memes, wo es um Corona geht.

Menschen, die sich die Memes anschauten, hatten eine generell positivere Stimmung als Menschen, die die farbigen Hintergründe mit Text betrachteten. Menschen, die sich Corona-Memes ansahen, berichteten von niedrigerem Stresslevel in Bezug auf die Pandemie.

Informationsverarbeitung anscheinend ein wichtiger Teil von Stressbewältigung

Memes könnten wichtige Tools für eine stressfreiere Informationsverarbeitung sein. (Symbolbild)
Memes könnten wichtige Tools für eine stressfreiere Informationsverarbeitung sein. (Symbolbild)  © rawpixel/123RF

Außerdem sagten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich Corona-Memes ansahen, dass sie wegen der Memes tiefgründiger über die Pandemie nachgedacht hätten.

Dies könnte unter anderem darauf hindeuten, dass eine leichte, humorvolle Informationsverarbeitung besser dabei hilft, Stress zu bewältigen, als dem Problem aus dem Weg zu gehen.

Während der Pandemie hatten große Social Media Plattformen wie Instagram, Twitter und YouTube sich mit der WHO zusammengetan, um gegen die Verbreitung von falscher Information über das Coronavirus anzukämpfen.

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Ricky Sans, strategischer Partner Manager für Memes von Instagram, berichtete, dass die Gesundheits-Informationen auf Instagram am besten ankamen, wenn sie in ein Meme-Format verpackt wurden.

Auch wenn zu viel Social Media gesundheitsschädlich sein könnte, schlägt diese neue Studie vor, dass Meme-Formate sowohl für die allgemeine Gesundheit als auch die allgemeine Bildung ein wichtiges Tool sein mögen.

Titelfoto: rawpixel/123RF

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